Perfektes Zeitmanagement-Werkzeug für Schreibprojekte – oder: Wenn Sisters Software Schreiben

Nur noch ein paar Tage bis zum Erzählungsschreibmarathon ab 1. November.

 

Ich habe ein tolles kostenloses Werkzeug gefunden zum Schreibziele setzen und durchhalten, nicht nur für Romane: den Pacemaker (zu deutsch „Schrittmacher“). Darin lässt sich das Ziel eingeben und ganz leicht eine Kalenderübersicht der notwendigen täglichen Fortschritte erstellen: http://pacemaker.press/

 

Ich möchte zum Beispiel in zwei Wochen 20000 Zeichen geschrieben haben, für einen Blogeintrag oder einen Abschnitt eines Fachartikels.

 

Pacemaker1

Im Pacemaker kann ich den Umfang und den Zeitrahmen eingeben, auch, ob die Wochenenden frei sein sollen, oder ob sie intensiver zum Schreiben genutzt werden.

 

Ich kann einzelne Tage, an denen ich gar nicht kann, herausnehmen und mir aussuchen, ob ich lieber am Anfang voll reinhauen will, oder am Ende, oder ob viel und wenig Schreibarbeit sich abwechseln sollen, und noch einige Parameter mehr ( z.B. „Random“ und „More Random“ <3).

 

Kurz: es lässt sich so konfigurieren, wie es meinen realistischen Arbeitsbedingungen entspricht und auch den persönlichen Vorlieben. (Habt Ihr gehört, COMPUTER? Macht das öfter!)

 

Die fertige Kalenderübersicht mit meinem täglich wechselnden Wörter- oder Zeichensoll bekomme ich direkt ausgespuckt, in einer Ansicht nach Wahl (Liste, Kalender, Grafik). Darauf kann ich sehen, wieviel ich jeden Tag zu schreiben habe, um auf mein gesetztes Ziel zu kommen. Bei mir variiert der Umfang täglich, weil ich lieber zu Anfang eines Projektes mehr mache als ab dem zweiten Tag und spätestens nach ein paar Wochen eine Pause brauche.

 

Das Ergebnis lässt sich als Ical Kalender exportieren oder auch ausdrucken, damit ich morgens gleich als erstes eine Drohung an der Wand vorfinde (Spaß. Ich bevorzuge meine selbsterzeugten Drohungen digital).

 

Das ist zum Beispiel mein Story-Vorhaben im November: http://bit.ly/1RcXwHJ

 

Wenn ich meinen Fortschritt eingebe, passt sich der Kalender entsprechend an, falls das gewünscht ist. Mich bringt das eher durcheinander, daher habe ich ausgewählt, dass mein Kalender sich lieber nicht ändern soll, sondern mir nur zeigen soll, wie weit ich vorne oder hinten bin. Für Motivation/Panik/Überblick wird zum Schrittmacher auch noch eine Grafik des aktuellen Fortschritts angezeigt.

 

Und das alles kostenlos. Es gibt nicht einmal einen dezenten „freiwillig Betrag x zahlen“-Button auf der Seite.

 

Fazit:

Ich habe schon lange kein Werkzeug mehr gesehen, das so elegant gestaltet ist wie der Pacemaker. Die Idee ist simpel (lies: genial) es wurde aber offensichtlich viel in der Umsetzung mitgedacht. Die Bedienung ist selbsterklärend und sehr gut designt. Es lässt sich nachträglich alles ändern, ich hasse es, wenn Software von mir verlangt, um ihre Auslassungen herumzutanzen, das ist hier ganz und gar nicht der Fall, im Gegenteil, ich finde, das Ding inspiriert sogar. Wenn nur jedes Programm so funktional, reell und freundlich wäre.

 

 

Nachtrag:

Gerade als ich diese Liebeserklärung an eine Software verfasst habe und danach doch noch neugierig wurde, wer das Ding programmiert hat, finde ich in den FAQs der Seite Auskunft: Eine Frau namens Susanna Williams hat den Pacemaker vor ein paar Jahren für sich erstellt, um bessere Übersicht über ihre Diplomarbeit zu haben. Jetzt betreibt ihre Schwester Sarah die Webseite. Es ist ein Link dabei. Klick – YES.

 


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