Mein Vorsatz für 2019: nachhaltig bei Erholung helfen

 

Toni Morrison schrieb vor über 40 Jahren:

»Die eigentliche Funktion von Rassismus ist, Dich von der Arbeit abzuhalten.
Indem du immer wieder deine Daseinsberechtigung verhandeln musst, immer wieder von vorne. …«. 1

 

Wenn meine Arbeit darin besteht, Hilfe bei Heilung und Diskriminierungsabbau zu betreiben, muss ich beides als Perspektive, als langfristige und dauernde Handlung verstehen. Dafür ist Konsequenz nötig. Wie in allen Vorträgen und Seminaren der letzten Jahre so oft wiederholt: Diskriminierungsabbau ist nicht, den Diskriminierten weniger Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen als denen, die ohnehin schon überall bevorzugt werden. .

 

Im kommenden Jahr werde ich viel im Ausland sein. Die Zeit, die ich in Deutschland zubringe, will ich der *direkten* Empowermentarbeit noch viel mehr widmen als bisher.
Lernhilfen, um den Themenkomplex Rassismus zu verstehen, gibt es inzwischen reichlich inform von Büchern, Videos Hörbüchern, usw. Nichtwissen über gesellschaftliche Verhältnisse ist in unserem Informationszeitalter selbst gewählt. Jede Person, die leidenschaftlich gerne etwas über Bonsaizucht oder Aluminiumfelgen erfahren will, geht online oder in die Bücherei, informiert sich dort darüber und beginnt zu üben. Nur auf dem Gebiet struktureller Unterdrückung wird erwartet, dass die Unterdrückten vorbei kommen, um ihre Unterdrückung zu verhandeln. Dies zu durchbrechen, ist Diskriminierungsabbau.


  1. [K]now the function, the very serious function of racism, which is distraction. It keeps you from doing your work. It keeps you explaining over and over again, your reason for being. Somebody says you have no language and so you spend 20 years proving that you do. Somebody says your head isn’t shaped properly so you have scientists working on the fact that it is. Somebody says that you have no art so you dredge that up. Somebody says that you have no kingdoms and so you dredge that up. None of that is necessary. There will always be one more thing.“ Toni Morrison, Portland State, ‘Black Studies Center public dialogue. Pt. 2,” May 30, 1975.

Wien, Düsseldorf, Kiel, Heilbronn im November & Dezember: Empowerment, Kunst, Kulturpolitik, Yoga! Vorträge und Workshops

Die genauen Termine und links stehen auf meiner Homepage: https://www.noahsow.de/terminelive/ Bitte weiterleiten an möglicherweise Interessierte. <3   Das dürfte es dann an öffentlichen...

Yoga-Empowerment am 31.10. in Oldenburg und 2.11. in Hannover – und eine Keynote auf dem CLINCH Festival

Oldenburg, 31. Oktober: Praxisworkshop Empowermentyoga Angewandte Dekolonisierung im Körper; Vorbeugung und Linderung von Activist Burnout. KEINE"Gymnastik"/Stretching o.ä. Alle Übungen könnnen im Sitzen...

Live Vorträge: 12. Oktober Coburg, 20. Oktober Berlin

Coburg, 12. Oktober: Vortrag: "Wer spricht, wer liefert?" - Voraussetzungen für qualifizierte Antidiskriminierungsarbeit Mit anschließendem Vernetzungstreffen für (post)migrantische Initiativen und Aktive   18h Casimirianum,...

Uni Hamburg, 20. Juni 2018: Vortrag: „Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht: Voraussetzungen für qualifizierte Antidiskriminierungsarbeit“

Mittwoch, 20. Juni 18:00 – 19:00
Universität Hamburg, Von-Melle-Park 5, Hörsaal A
Eintritt frei

 

Veranstaltung von : Schule – Macht – Rassismus in Kooperation mit der Ringvorlesung „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ von und mit der AG Queer Studies.

 

 

Wie in der Pädagogik gilt auch in der „Antidiskriminierungsarbeit“: gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht. Werden unhinterfragt Gepflogenheiten befolgt, verlaufen gut gemeinte Projekte regelmäßig kontraproduktiv.
Mit besonderem Augenmerk auf pädagogische Unternehmungen (z.B. Schulprojekte) gebe ich im Vortrag Vorschläge, wie Aktionen zum Diskriminierungsabbau qualifizierter und traumafreier verrichtet werden können, wo Fallen liegen und wie zum Zweck des Diskriminierungsabbaus die traditionellen Mittel und Wege verlassen werden sollten.

 

Wien, 20. und 21.4. – Relax- & Empowerment Session für Schwarze Frauen*Inter*Trans Community

Freitag, 20.4. von 14:30 bis 16:30 Brunnenpassage (ebenerdig). Veranstalterin: Brunnenpassage

 

Samstag 21.4 von 9:30 bis 11:30 im WUK Währingerstr.59/Stg 4/Stock 4.2 rechts im Schulkollektiv. Veranstalterin: Schwarze Frauen Community Wien

 

 

 

Kosten: freiwillig: Sonnenschein / Gutschein / Geld / Lächeln – je nach Wunsch, $ituation und Laune

 

Komm spontan, und unbedingt pünktlich, da wir ab 15h am Freitag bzw 10h am Samstag die Tür zumachen und entspannen.

 

Was du brauchst: bequeme lockere Kleidung, Matte/Unterlage zum Liegen, Kissen zum Sitzen

 

 

Beschreibung:

 

Erfolgreich rassismuskritisch veranstalten – Mein Onlineseminar ist live!

Lang schon hatte ich es angekündigt und jetzt ist es endlich live: das Onlineseminar „Erfolgreich rassismuskritisch veranstalten“. Dabei ging es mir wie mit dem Schreiben von Deutschland Schwarz Weiß: Ich hatte nicht initial „Lust“, es zu machen. Das soll nicht heißen, dass der Prozess mir nichts gegeben oder ich die ganze Zeit schlechte Laune gehabt hätte. Im Gegenteil! Ich habe viel dabei gelernt und auch Freude gehabt (und Erleichterung). Was ich damit meine ist, dass die eigentliche Triebfeder einmal mehr war, dass ich etwas gebündelt öffentlich stelle, das ich ansonsten weiterhin immer wieder aufs neue erklären oder verhandeln muss, wenn ich möchte, dass schmerzhafte rassistische Situationen seltener werden.

 

[Impressionen aus dem Seminar]

 

 

Internet sei Dank ist das heute noch viel leichter möglich als vor zehn Jahren, als Deutschland Schwarz Weiß erschienen ist. Und ich bin inzwischen große/r Fan von autonomen Veröffentlichungen: Keine Gatekeeper, die die Dringlichkeit nicht nachvollziehen können/wollen. Keine Verhandlungen darüber, wie weit mensch sich zu Promotionzwecken in Talkshows erniedrigen lassen soll. Und vor allem die selbstbestimmte Monetarisierung von Widerstandswissen. Darum geht es nämlich durchaus auch.

Warum nicht 100% der Menschen „mit Migrationshintergrund“ lust haben, zu wählen

aka Überlegungen zur Bundestagswahl, die Qual der Wahl und warum es Sinn machen kann, eine kleine Partei zu wählen, die keine Chance hat.

 

 

Video-Transkript:

 

Ich habe eine Anfrage bekommen von irgendeinem Vereins… Stiftungs… Dings, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration und Integration und defizitärlabelnde Ausgrenzungsgruppenkonstrukte – ich solle bitte ein Statement abgeben, dass die „Menschen mit Migrationshintergrund“

Berlin, 8. Juli: mein Satire-Hörspiel im Kino

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aus Afrodeutscher Inside-Perspektive!

 

am Freitag, 8.7.2016 um 18 Uhr im Babylon Kino Berlin , Rosa-Luxemburg-Str. 30

 

Nominiert für »Das lange brennende Mikro« beim 7. Berliner Hörspielfestival (2016)

 

In Noah Sows Hörspiel »Radio Meta« werden auf unterhaltsame Weise verhandelt: linke Widerstands-Fehlleistungen (peinliches Interview zu Occupy und einem Angela Davis T-Shirt), mediales Kulturgemackere („Radio Monokultur“), kulturelle Aneignung (u.a. mit einer Bono-Parodie, dem „Cultural Appropriation Reggae“ und dem Rapper MC Mimikry), und die Belanglosigkeit der bürgerlichen Indie-Band (Hymne: „wir sind Teil des Problems“).