Hamburg, 16.5. Curated: AFROFUTURISMUS – Schwarze Leitkultur in Science Fiction, Kunst, Musik, Film, von Prof. Dr. Alexander G. Weheliye, Northwestern University, Chicago, USA
Vortrag (in deutscher Sprache) * Filmclips * Musiklounge

16. Mai 2013, 19 Uhr, Café Timbuktu, Marktstraße 130, 2357 Hamburg

 

Afrofuturismus ist eine Kulturtheorie und künstlerische Bewegung in Musik (Sun Ra, Janelle Monae, Detroit Techno) Bildender Kunst (Krista Franklin, Hebru Brantley) und Literatur (Samuel Delany, Octavia Butler, Nalo Hopkinson), die die Zusammenhänge zwischen Science Fiction, Technologie, und Schwarzer Kulturpolitik beleuchtet. Im Afrofuturismus werden die wichtige Funktion von Technik, bisweilen auch alltäglicher (Plattenspieler, Handys) in afrodiasporischen Kulturen erläutert und durch den Einsatz von spekulativen, an Science Fiction angelehnte, Methoden dezidiert Schwarze Versionen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft imaginiert. Dabei meidet der Afrofuturismus chronologische Hierarchien, und vermeidet so die Darstellungstradition, weiße Kulturen als „entwickelter“ zu konstruieren.

 

Alexander G. Weheliye ist Professor für African American und Diaspora Studies an der Northwestern University, Chicago, USA. Zu seinen Themenschwerpunkten gehören afro-diasporische Literatur und Kultur, Kritische Theorie und Populärkultur. Neben diversen Essayveröffentlichungen über Schwarze Kulturen in Deutschland und den USA ist er Autor von Phonographies: Grooves in Sonic Afro-Modernity (2005) und Habeas Viscus: Racializing Assemblages, Biopolitics, and Black Feminist Theories of the Human (2014).

 

aweheliye

 

Der Vortrag wird kuratiert von Noah Sow, der AG Queer Studies der Universität Hamburg, und dem Café Timbuktu.

 

 

Das Café Timbuktu (Hamburg, Karoviertel, Marktstraße 130) ist ein Ort, an dem Kulturen aufeinander treffen. Bereits im ersten Jahr seines Bestehens ist hier eine der wichtigsten hamburger Bühnen für selbstbestimmte afrodiasporische Kulturproduktion entstanden. Mit internationalen Gästen und lokaler Talentförderung werden alle Arten von Kunst und Kultur erlebbar und zugänglich. 2013 präsentierte das Café Timbuktu Veranstaltungen zum Black History Month, Buchvorstellungen von Sharon Otoo und Olumide Popoola, zahlreiche Konzerte sowie Spoken Word Events.

www.timbuktucafe.de
https://www.facebook.com/TimbuktuCafeHamburg

3€ Eintritt

*

Vortrag am Vortag, 15.05.2013, @ Universität Hamburg (offene Ringvorlesung der AG Queer Studies):
“White Brothers With No Soul”: Wie der Berliner Techno weiß wurde
http://agqueerstudies.de/programm/programm/

*

Vorsorglich: Wenn die ersten 10 Kommentare nicht von Leuten sind, die den Unterschied zwischen dominanzkultureller Überlegenheitsbehauptung und augenzwinkernder Widerstandsstrategie nicht verstanden haben, schreibe ich als Wetteinsatz ein Gedicht über Michael Bublé #wording

 
Flattr this!

No Comments

Post a Comment