Edutainment Attacke: TOUR TAGEBUCH 19.02. Döbeln

Wir verlassen Marburg Richtung Osten. Wie immer läuft bei der Bahn alles – bald auch wir. In Erfurt steigen wir um und geniessen die Fahrt in vollen Zügen. Check-in im Hotel in Leipzig. An der Rezeption werden unsere Zimmerkarten nicht aktiviert und wir kommen nicht in unsere Zimmer rein. Noah ruft sauer auf dem Flur vor ihrer verschlossenen Zimmertür stehend per Handy an, dass sie schnell jemanden zum Tür öffnen hoch schicken sollen. Leider ruft sie beim gleichlautenden Hotel in Dresden an. Aus purer Service-Orientiertheit und um den wichtigen Gast nicht zu düpieren, schicken die in Dresden den Kevin nach Leipzig und der öffnet Noah dann 5 Stunden später die Tür.

Gleich danach werden wir von zwei Frauen “Leipziger Linker Lieferservice” nach Döbeln gebracht. Döbeln ist in der Nähe von Wurzen und Mügeln. Die AktivistInnen von Treibhaus e.V. halten dort eisern und bewundernswert die Stellung; wir denken an die Landkartensituation von Asterix und Obelix, nur dass das Dorf in diesem Fall das Haus von Treibhaus e.V. ist. Nun ja. Zur Sicherheit hatten wir auch nen Golfschläger eingepackt: BY ANY MEANZ NECESSARY!

Angekommen, wissen wir, wie Christina Aguilera sich fühlt, wenn sie für Truppen Unterhaltung macht: gut. Nur dass es bei uns äh politisch .. anders ist. Die Leute im Café Courage /Treibhaus e.V. sind nicht nur very charmant und dufte sondern auch erstklassig organisiert: Bühne ist bereits voll aufgebaut und Beamer und alles steht, sogar kabellose Mics…

Aber Mutlu denkt sich, ey, hier in Döbeln, so im tiefsten Sachsen, ob da viele Leute kommen?

Carola hat ein super leckeres Essen gemacht, fast schon wie bei Muttern. Um 20 Uhr ist der Laden dann doch voll – bis zum Anschlag (also jetzt nicht Terroranschlag, sondern wirklich proppenvoll). Sogar der Oberbürgermeister (CDU) ist gekommen – obwohl Cihad ja Grüne wählt, trotz LKA Lauschangriff.

Das Publikum ist sympathisch und ausreichend albern, höflich und cool um sich mit uns schlapp zu lachen. Noahs bayerischen Teil verstehen sie allerdings nur mit Untertiteln. Der Bürgermeister verkraftet die Schäuble-Witze recht gut, jedenfalls kommt es nicht zum Eklat. Unser Quiz verläuft aufregend und mit extrem hohem Durcheinandergequatsche-Faktor, was darauf hindeutet, dass hier in Sachen Zucht und Ordnung™ wohl Hopfen und Malz™ verloren ist. Verdammtes linkes Gesocks.

A propos Hopfen und Malz™- der bärtige Barmann namens “Yvette Circus” findet, BECK’S sei “KAPITALISTENBRAUSE“.

Auch der PBV-Test verläuft erfolgreich. Mirko outet sich als Modern Talking-, ABBA- UND Roxette-Fan – das gab es noch nie! (also Mirko, entweder leidest du unter chronischer Geschmacksverirrung oder du warst nur scharf auf den Preis ;-) Er trägt den Rest des Abends stolz sein neues PBV-Cap.

Nach der Show chillen wir noch ein bisschen im Café Courage. Der Sesperado hat seine ersten Groupies! Noahs vollautomatisiertes DJ-Set für nach der Show kommt gut an.

Wir erfahren: Vis-a-vis befindet sich das sogenannte Amok-Haus, in dem die Polizei wohl gelegentlich Amokläufe in öffentlichen Gebäuden beenden übt. Schade, dass wir das erst nach der Show erfahren haben; es wäre eine Steilvorlage für viele schöne Wortkreationen gewesen. Fürs nächste mal ist es aber fest vorgemerkt. Vielleicht nennen wir einfach die ganze nächste Tour “Amok-Haus”!

Auf dem Weg zurück nach Leipzig stellt sich heraus, dass das Edutainment-Team eine schwache Blase hat. Mutlu und Noah strullern per Zwischenstopp zuhause beim Leipziger Linken Lieferservice ( > DANKE Mädels und bis bald! < ) im so schönen wie legendären Connewitz. Dann müde ab ins Hotel, wo sich die Zimmertüren jetzt sogar direkt öffnen lassen ohne dass dafür einer aus Dresden herkommt.

Morgen hat der Sesperado Heimspiel – in Berlin City, representin`- – shout out an die lokalen locos!

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Noch 1 Station!
:
20.2. 19h Berlin, Amerika Haus, !!

1 Comment
  • Ein sehr kurzweiliger und amüsanter Bericht, herzlichen Dank.Insgesamt scheint es ja eine erfolgreiche Tour bzw.Tourstop gewesen zu sein. Ja,wir Sachsen haben das Herz schon am richtigen Fleck. Viel Spaß und weiterhin viel Erfolg wünschen wir, aus Leipzig.

    27. February 2012 at 17:25

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