Edutainment Attacke: TOUR TAGEBUCH 18.02. MARBURG

Die Barack-Burger waren der absolute Knaller. Danke Tomse! Danke auch für die jute Luftmatraze, Die war so hart wie mein Waschbrettbauch. Aber das war auch nur machbar mit der laut-ächzenden Double Action Pump. Noahs Comment: Klingt wie ne Penispumpe. Aber wir sind beide total angeschlagen. Bei Mutlu läuft die Nase und Noah hat Halsschmerzen. Egal, Hauptsache Tomse hat noch alle PBV-Tassen im Schrank.

Dann sitzen wir im Zug nach Marburg. Noah lacht sich über Mutlus Führerscheinbild schlapp, zur Einstimmung auf die Show hören wir Afro-Hesse. Angekommen chillen wir im Hotel. Zimmer sind gebucht auf unsere Vornamen. Hallo, Paul und Sabine machen das auch immer so.
Soundcheck im KFZ läuft easy. Große Bühne, große Location. Mutlu fragt sich wieder: Oh, ob das voll wird? Die Wirtin im KFZ, Gertie, stimmt uns auf die Location ein. Im Backstagebereich finden wir alles was das Herz begehrt. Bio-Brot und Käse, Gurken und jetzt kommst janz dicke – Hinterländer-BioBier (Es schmeckt besser als der Name es erahnen lässt und Noah muss das Etikett unbedingt falsch vorlesen und „Hinterlader“ verstehen).

Wir sind bereit – für die Übernahme der Regierungsverantwortung und tragen uns direkt ins Gästebuch ein.

Das Haus ist voll, die Show beginnt und Marburg wird edutainmentmässig attackiert – wir zeigen kein Erbarmen. Und haben einen überraschenden Durchbruch: Eine ehrliche Marburger Bürgerin outet sich als ABBA-Fan und hat jetzt eine rosa PBV-Kappe. Angeblich gibt es ja in Marburg keine Modern Talking Fans. Kann das wirklich sein? Vielleicht weil´s ne Universitätsstadt ist.

Nach der Show dann noch ein nettes Interview mit einigen Marbuger JournalistInnen. Und Gespräche mit den POCs vor Ort: DER TAG DER REVOLUTION IST NAH! Noah & Mutlu werden aber auch von einem Verwirrten belästigt. Der hatte wohl die Show mental verpasst und fragt Noah doch glatt, wo sie her komme bzw wo ihre echten Wurzeln seien. Nach dem ersten „hahaha“ wird klar, dass er es ernst meint. Ist der auf Drogen? Noah schickt ihn einfach weg. Doch dann verfolgt er Mutlu. Und erzählt dann noch, er könne gar nicht rassistisch sein, weil er ein Patenkind in Afrika hat. Noah und Mutlu erleiden einen ideologischen Zusammenbruch. Erste spontane Gedanken: WIR HABEN VERSAGT! ES IST NICHTS ANGEKOMMEN! WIR HÖREN AUF!

Ist das das Ende der Edutainment-Attacke? Gibt es das nächste Tourtagebuch etwa aus dem Sanatorium?

Retrospektive meinen wir: NEIN: Ein Irrer auf 85 coole MarburgerInnen ist eine gute Erfolgsquote.
Außerdem chillen wir nach der Show noch mit den Jungs von Skit Sketch, deren Clip wir im Programm verbraten. Sie sind extra aus Frankfurt angereist. Die Jungs sind echt cool drauf. Voll auf ADS oder so… und sie muntern uns auch wieder auf.

Noch ein paar Signaturen für die Buchhandlung „Roter Stern“ (Respekt für den Namen und auch für die TOP Schaufenster-Dekoration!!), dann schieben wir ab ins Hotel. Okay, mit einem Mini-Abstecher (was ist das eigentlich für ein gealtverherrlichendes Wort?!!) in die sympathische Kneipe „Havanna Acht“, in der die Mädels, die uns eingeladen hatten, leider schon nicht mehr anwesend sind. Nächstes mal gehen wir hier aber nicht so schnell wieder raus, versprochen.

Morgen geht’s weiter – nach Döbeln! Darauf reimt sich „vermöbeln“.
Statt der Fahrt mit dem Regionalexpress und der „Pension Strammer Leutnant“ (und das ist kein Witz, die hatte man wirklich für uns gebucht – in DÖBELN), haben wir uns doch lieber eine, äh, für PoC im tiefen Sachsen ansprechendere Reise- und Übernachtungsmöglichkeit gesucht. Antifa Mädels aus Leipzig wollen uns abholen. Da freuen wir uns schon drauf.

Fotos auf Myspace oder Facebook.


Nächste Stationen:

19.2. 20h Döbeln, Café Courage (Treibhaus e.V.) VVK 8, AK 10
20.2. 19h Berlin, Amerika Haus, Eintritt frei!!

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