Activist-Burnout ist real! Ein Rat (und flame) für Schwarze Aktive und Aktive of Color

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4 Comments
  • sandra
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    I can relate – und nebenbei: diese Überheblichkeit einer … nennen wir es mal “Mehrheitsmeinung” oder auch nur “Gewohnheitsmeinung” hat man in Diskussionen zu allen Themen des Empowerments. Wenn Frauen mit Männern über Chauvenismus reden, wenn Juden mit Nichtjuden über Antisemitismus reden, vor kurzem erlebte ich denselben Mechanismus auch in einer ossi-wessi Diskussion – ERKANNT werden gängige Ausgrenzungsmethoden immer erst, wenn der Holzhammer dabei ist. Ich bin aktiv (weil betroffen) im Kampf gegen Antisemitismus, vor allem auch der Antisemitismus der im Gewande der sogenannten “israelkritik” daher kommt: Samesame but different. Fakten werden nicht erkannt, verdreht, nur in Teilen dargestellt, allein schon durch sprachliche Gewohnheiten anders gelabelt. Leider ist es so, dass Marginalisierte Gruppen sehr häufig dem ganz genau so anheim fallen, wenn es nicht gegen ihre eigene Ausgrenzung geht – obwohl gerade wir wissen müssten: Die Chancen, dass die Strukturen in der Ausgrenzung, – die halbwahre oder unrichtige oder tendenziöse Wahrnehmung von und Berichterstattung über diese Ausgrenzung, bei allen marginalisierten Menschen, Schwulen, Frauen, Juden, PoC – einander überall sehr ähnlich ist. Trotzdem fallen wir alle oft genug in dieselbe Falle, nur weil sie mal in grün mal in lila daherkommt.

    6. October 2018 at 14:54
  • Michaela
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    Auch ich habe es, gerade in der letzten Zeit, wo das Thema “Rassismus” im Hochdruckkessel vor sich hinkocht, (was eigentlich nur eine Frage der Zeit war, weil Verdrängung halt nunmal nicht ewig hält), erlebt, dass einerseits solche Pseudo-Antirassisten dauernd mit einem “über das wichtige Thema” diskutieren wollen und ich als Mülleimer missbraucht werde. Die checken gar nicht, dass das keine Solidarisierung ist, sondern eine zusätzliche Belastung. Die können doch mit den Tätern diskutieren oder sich mal selbst reflektieren. Nein, ist ja anstrengend, ne?
    Andererseits aber gefälligst alles schon wissen wollen und sich nichts sagen lassen.
    Und wenn man sich dann frecherweise verweigert, weil man vielleicht mal eine Stunde nicht an das traumatischste Thema seines Lebens denken will, der Satz “Ja, aber gerade du musst doch…” Ich darf also nicht selbst bestimmen, womit ich mich beschäftige und bekomme dann als Betroffene auch noch die Verantwortung für das Problem? WTF? AAAAARRGGHHHHH. Es macht mich sowas von wütend. Ich lasse diesen Satz mittlerweile auch nicht mehr ausreden, sondern grenze mich da ganz klar ab. Es hat ja keinen Sinn sonst. Und von solchen Gruppen halte ich mich so fern wie möglich. Auch in Facebook etc., weil sich da Leute rumtreiben, für die sowas eine Legitimierung ist. Nach dem Motto: Ich kann das ja sagen, weil ich habe ja schwarz auf weiß, dass ich kein Rassist bin. Es ist wirklich an Absurdität kaum noch zu übertreffen.
    Alles Liebe euch!!!

    16. March 2019 at 19:43

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