Terrorgefahr!
Kleine Fingerübung in journalistischer Willkür

Hier eine Meldung aus der Hamburger Morgenpost vom 1.4.2008

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Und hier die Meldung im Bild-Style, konsequent fingiert:

Gefahr durch inländische Terrorbanden steigt!
Innenministerium muss endlich handeln.

Wann werden weiße deutsche Jugendliche in ihrem Aggressionsrausch gestoppt? Eine Frage, die man hierzulande kaum laut stellen darf, ohne in ein falsches Licht gerückt zu werden. Terroristische Akte vage auf Verfehlungen der „Gesellschaft“ zu schieben, ist leicht dahergesagt. Dahinter steckt doch wohl in den meisten Fällen Erziehung, die nicht gerade nach demokratischen Grundsätzen verläuft. Banden mit zumeist christlichem Background, aus weißen Männern ohne Migrationshintergrund (wie zuletzt die Inländerbande „Hell’s Angels“) nehmen uns allen ein nicht unerhebliches Stück Freiheit. Besorgte Bürgerinnen und Bürger fordern heute die Regierung auf, gegen diese Gruppen alle gesetzlichen Mittel auszuschöpfen.
„Ich trau mich ja kaum noch raus“, sagt Fatima A. aus Herne. „Bei Pöbeleien bleibt es ja meistens nicht.“. Ihre Leidensgenossin Angélique F., die letzte Woche in der U-Bahn von deutschen Jugendlichen bedroht und beschimpft wurde, schreibt: „In welchem Land leben wir eigentlich, wenn diese Inländergruppen meistens ungestraft davon kommen und noch nicht mal ausgewiesen werden können?!“
Schon fast keine Überraschung mehr, nein, eher ein traurig typischer Fall von Inländergewalt sind die beiden Weißeuropäer Kevin W. und Andrè M., die ein Bombenattentat auf das Rellinger Ampelfest vorbereiteten und dies gestern vor Gericht gestehen mussten: von Reue keine Spur; es scheinen für sie eigene Gesetze zu gelten. Dass christlich-fundamentalistische Lehren nicht mit unserem Rechtssystem vereinbar sind, ist hinlänglich bekannt (In der Bibel steht zum Beispiel, dass man seine Tochter an Sklavenhändler verkaufen darf; Exodus 21:7). Die Tatsache, dass die inländischen mutmaßlich christlichen Terroristen ihren verbrecherischen Hinterhalt mithilfe des Internet geplant haben, zeigt, dass wir auch im virtuellen Raum vor Gefahr nicht sicher sind. Unser Appell an den Innenminister: Überwachen Sie diese Gruppierungen ruhig gezielt. Freiheit kann nicht für Verbrecherbanden gelten, die unsere demokratischen Werte offenbar nur auslachen. Toleranz kann auch zuviel verlangt sein. Inländer, die hierbleiben wollen, müssen endlich lernen, sich anzupassen.

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