Hamburg, 27.04.2016: Vorlesung „Decolonize Your Veranstaltungsplanung (aka: verantwortlich Veranstalten)“

Im Rahmen der öffentlichen Vorlesungsreihe »Jenseits der Geschlechtergrenzen« der AG Queer Studies

Mittwochs 19 - 21 Uhr, Raum 0079, Von-Melle-Park 5, Hamburg

 

Epic Fails und Bessere Praxis für die Planung transformativer Projekte: Einführung und Grundlagen

Es gibt viele Traditionen, wie in Deutschland kommuniziert und veranstaltet wird. Diese Traditionen – und oft auch unhinterfragten „automatischen“ Abläufe, Besetzungspolitiken und Programmpunkte – sind genauso gewachsen wie die gesellschaftlichen Zustände, die wir verändern wollen. Wenn wir herkömmliche Regeln und Traditionen befolgen, ohne sie zu hinterfragen, verlaufen selbst transformativ beabsichtigte Veranstaltungen oft nicht vorteilhaft – und die politische veranstalterische Konzeption und Praxis sabotiert ihre eigenen (vorgeblichen) Absichten.

24. April: Nominierung und Aufführung von „Radio Meta“ beim 7. Berliner Hörspielfestival

Freude. Mein Musik-und Radiosatire-Hörspiel „Radio Meta“ läuft beim Berliner Hörspielfestival und ist nominiert in der Kategorie »Das lange brennende Mikro«...

Kulturelle Business-Sabotage: Was Online-Marketing, Moral™ und Diskriminierung miteinander zu tun haben

Kürzlich habe ich mit einer Schwester gesprochen. Sie betreibt eine Publikation, die Kultur, Konzeptkunst und Literatur mit nachhaltiger Lebensweise kombiniert. Die Publikation ist beliebt und viele Medien haben sie aufgegriffen. Vor kurzem tauchte aber das Gerücht auf (das auf einen Kerl zurückzuverfolgen ist, der enorm viel institutionelle Macht besitzt), dass sie „abgehoben“ und „eingebildet“ wäre. Nun, in ihrem speziellen Fall ist das blanker Unsinn. Sie weiß das, ich weiß das, und alle, die ihre Arbeit kennen und verfolgen, können es erkennen. Die Verleumdung hat sie dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – getroffen. Und mich mit.

 

Als erstes musste ich an Toni Morrisons Worte denken:

»Die Funktion, die ernsthafte Funktion von Rassismus ist, dein Werk zu unterbrechen.. Dich von der Arbeit abzuhalten. Immer wieder deine Daseinsberechtigung zu verhandeln, immer wieder von vorne. …«1

 

Mir hilft dieses Wissen eigentlich nur, wenn ich daraus Konsequenzen ziehe. Daher dieser Artikel.

 

Heidelberg, 26.3.16: Lesung aus »Deutschland Schwarz Weiß« Im Rahmen der Ausstellung „Homestory Deutschland“

DSW-Ebookcover-webpage

Sa, 26. März, 16 Uhr,
Dezernat 16, Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum
Emil-Maier-Strasse 16, 69115 Heidelberg

 

Organisiert von wandlungsbedarf.org

 

Die Ausstellung „Homestory Deutschland“ – Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart“ gastiert in Heidelberg vom 15.-29. März.

„Mit Selbstbewusstsein Rassismus entgegentreten…“ (aka: „Hör nicht auf die. Sei stark.“)

Vorab: Dieser Artikel bezieht sich auf das ‚Fördern‘ von Selbstbewusstsein. Es gibt auch Selbstbewusstseinsarbeit, die sich mit augenscheinlich übersteigertem Selbstbewusstsein (entitlement) beschäftigt, hierum dreht sich dieser Text nicht.


 

 
Es ist eine tolle Sache, Kinder und Jugendliche in ihrem Selbstbewusstsein zu unterstützen.

 

 

Hier ein paar ganz raue Regeln für alle, die etwas zu ‚Selbstbewusstsein‘ von Kindern und Jugendlichen of Color organisieren wollen. Kein Anspruch auf Vollständigkeit I-:

»Deutschland Schwarz Weiß« zu schreiben, war mein Trick. – Ein Einblick in persönliche Motive 8 Jahre nach Veröffentlichung

Ein Kernbestandteil von Rassismus ist, dass er ein System erschafft, in dem die, die unterdrückt werden, dazu angehalten werden, denen, die von dieser Unterdrückung profitieren, geduldig das Phänomen zu erklären. Tun wir es, wird dadurch unsere ganze Energie gebunden und wir arbeiten uns an anderer Leute Defiziten ab. Erklären wir nicht, werden wir für den Fortbestand der Unterdrückung ursächlich mitverantwortlich gemacht. Es ist eine Verhaftung, in der wir nichts zu gewinnen haben. Eines meiner Motive, damals »Deutschland Schwarz Weiß« zu schreiben, war, aus ihr auszubrechen.