Fr, 9.1.: Noah als Last-Minute-Gast im „Kölner Treff“, WDR Fernsehen

Mit Schauspieler Matthias Brandt, Schauspielerin und Autorin Renan Demirkan, TV-Schauspielerin und Autorin Barbara Wussow, Journalist, Buch- und Fernsehautor Matthias Matussek und Diplompsychologe und Autor Stephan Grünewald.

Thema: Deutschland. Start: 21:45 Uhr.

mehr Infos und Wiederholungstermin: http://www.wdr.de/tv/koelner_treff/

26 Comments
  • Mara
    Antworten

    Hmm, öh, äh, puh?! Das Ende war durchaus merkwürdig (für mein Empfinden). Aber vielleicht auch ein gutes Beispiel, das entsetzen über „diese schweren Vorwürfe“. (Aber vielleicht täuscht mich mein Eindruck, aus der Ferne wirkt das eventuell etwas anders.)

    9. Januar 2009 at 23:36
  • Noah
    Antworten

    @ Mara:

    Hui, ja, das war eher bizarr. Weil: genau gegenteilig abgesprochen. Weiß nicht, was an „Ich erklär da aber keine Ursuppe, und vor allem antworte ich nicht auf naive „jetz echt? eeecht?? erklääärn sie doch mal“-Fragen, weil das ein Rückschritt ist, und langweilig“ nicht verstanden werden kann.

    Auch interessant: wie alle Gäste mit ihrem „Werk“ vorgestellt werden, nur ich auf ein Thema reduziert.
    Oder: den netten Mann neben mir nach meiner Antwort als „Experten“ befragen – zu meinem eigenen Fachgebiet.
    Der dann erklärt, dass die Aufforderung zu political correctness als Zumutung empfunden wird (bis hierher richtig), das dann aber „vor allem bei Jugendlichen“ verorten will.

    Semi-schick. Aber ein gutes Beispiel für Abwehrverhalten und dominanten Mediendiskurs.

    Übrigens hat mir eine mit-Talkerin vorher in die Haare gefasst und ein andere gefragt „woher kommen Sie?“ „Und Ihr Papa?“ und daraufhin den Anfang von Kapitel 6 (Liste dummer Sprüche) ganz im Alleingang durchgespielt:

    http://www.deutschlandschwarzweiss.de/liste_dummer_sprueche.html

    lol.

    Ach ja, der dufte Spruch, nach dem in Frankreich ja alles viel schlimmer sei, fiel auch… der von Seite 17.

    Alles in allem spannend. Und nebenbei dufte Material für unsere Comedy. Da stellen wir auch eine Talkrunde nach.

    http://www.myspace.com/edutainmentattacke

    10. Januar 2009 at 12:49
  • Acapulco
    Antworten

    Rassismen im Fernsehen …..wirklich?

    hatte mir die Sendung aufgenommen und heute morgen angeschaut (war spät gestern). Hatte ein interessantes Gespräch erwartet und wurde sehr enttäuscht von der Interviewerin und den Mittalkern…diese (Pseudo)Naivität war ja echt unerträglich…wegen welchem Thema waren Sie eigentlich eingeladen, das Buch wurde ja nicht erwähnt.

    Erst beim dritten Mal ansehen wars teilsweise amüsant:

    „Welche Begriffe meinen Sie denn?“
    „Sie wissen doch genau was ich meine“
    „Nein, mir fallen gerade keine ein“
    „Ok. Interessant“

    Als „konkretes Beispiel“ können Sie zukünftig diese Sendung anführen, als Illustrierung des „Sich-Dumm-Stellens“ als Abwehrmechanismus der Mehrheitsgesellschaft (zu der ich selbst gehöre, daher weiß ich genau wie das geht)

    Ich hoffe dennoch, sie trotz solcher Zumutungen wieder in Talk-Shows zu sehen.

    10. Januar 2009 at 15:17
  • Mara
    Antworten

    Oh je… naja, der 16.2. ist vorgemerkt – danke.

    10. Januar 2009 at 17:35
  • Sonja
    Antworten

    Hallo Noah,

    ich überlege die ganze Zeit, was da gestern meinem Empfinden nach „schief“ gelaufen ist.

    Ich hatte zufällig in die Sendung reingeschaltet und bin wegen Dir hängen geblieben.

    Aber Dein Beitrag hat auch bei mir eine Abwehrhaltung hervorgerufen, obwohl ich Dich nett fand und obwohl ich offen bin, über das Thema Rassismus zu sprechen – insbesondere solchen, der von der Mehrzahl der Bevölkerung eben nicht sofort als Rassismus erkannt wird.

    Wenn Du nun schreibst, dass der Talkinhalt anders abgesprochen war, dann ist das unfein. Das Problem ist nur, dass das Publikum davon nichts wusste und dass man sich im Sinne seines Anliegens nicht provozieren lassen sollte. Denn man erreicht nur das Gegenteil.

    Ich denke, dass ohne polemischem Sprachgebrauch („ich erkläre keine Ursuppe“) und ohne polemische Zurückweisung von gewünschten Beispielen (als zu „langweilig“) Deinem Anliegen in einem viel größerem Maß weiter verholfen worden wäre. Das war kein guter Grundstein für eine fruchtbare Diskussion.

    Letztlich wurde dadurch die Abwehrhaltung bei den Diskussionsteilnehmern gefördert oder sogar erst hervorgerufen. Mir ging es jedenfalls beim Zuschauen so.

    Ansonsten hoffe ich, dass es nicht Frau Demirkan war, die an Deine Haare gefasst hat. Ich fand sie nämlich sehr sympathisch.

    Liebe Grüße & alles Gute,
    Sonja

    10. Januar 2009 at 19:03
  • Noah
    Antworten

    Hallo Sonja.

    1) FYI, Die Zitate oben, die Du polemisch nennst, sind aus dem Vorgespräch, nicht aus der Sendung. Bitte nichts durcheinanderbringen.

    2) Du findest,
    „> dass man sich im Sinne seines Anliegens nicht provozieren lassen sollte. Denn man erreicht nur das Gegenteil.“

    Da stimme ich Dir zu. Woher willst du aber wissen, was mein Anliegen war? Anscheinend denkst du automatisch, mein Anliegen war es, über das Thema zu reden. Dann hätte ich tatsächlich ziemlich komisch verhalten. Du machst dasselbe wie BB: mir unterstellen, dass es mein Anliegen sein müsse, mich überall beliebig zu Rassismus abfragen zu lassen.
    Nun, dem ist nicht so. Im Gegenteil: Mein Anliegen (und Bedingung für die Talkteilnahme) war es, an diesem Abend nicht über Rassismus zu *diskutieren*, vor allem nicht *beispielhaft*, sondern wie alle anderen Gäste auch zu verschiedenen deutschen Befindlichkeiten befragt zu werden. So war es auch abgemacht. Sonst wäre ich gar nicht hingegangen.
    Das „Anliegen“, das Thema unbedingt doch auf diese Art abzuhalten, war ganz auf der Fragerseite. Und ich habe mich davon halt nicht provozieren lassen. Dass ich nicht dazu bereit bin, auf Zuruf jederzeit zu einzelnen Wissenslücken dieses Themenfeld betreffend, bereitwillig Auskunft zu geben, vor allem wenn vereinbart war, vieles anderes zu Besprechen, ich aber plötzlich auf das Thema reduziert werden soll – d a s hat „die Abwehrhaltung bei den Diskussionsteilnehmern gefördert oder sogar erst hervorgerufen“.

    10. Januar 2009 at 21:01
  • Andreas
    Antworten

    nee, Noah verhaelt sich nur kohaerent, zumindest von ihren Talk-Partnern kann sie ein Mindestmass an Informiertheit erwarten. Dass die ‚Bringschuld‘ dann offenbar wieder bei ihr lag, konnte sie nicht einfach dadurch ‚kompensieren‘, diese Bringschuld abzuarbeiten. In ihrem kohaerenten Reagieren zeigte sie gerade, wie sich dieser Mehrheitsdiskurs fuer gewoehnlich ins Recht setzt, sie haette *freundlich* und bitte in drei griffigen Worten ihre Bringschuld abarbeiten muessen, das bedeutete ihr der Diskurs.

    10. Januar 2009 at 21:03
  • Noah
    Antworten

    Hier sind auch noch Kommentare zu dem Thema.

    http://blog.derbraunemob.info/2009/01/10/koelner-treff/#comments

    10. Januar 2009 at 21:06
  • Ömer
    Antworten

    Hallo Noah,
    habe auch zufällig in die Sendung „Kölner Treff“ hineingezappt und deinen Beitrag gesehen. Zunächst muss ich sagen, dass ich auch jemand mit „Migrationshintergrund “ bin – was auch immer das heißt. Ich benutze das Wort aber trotzdem mal, damit auch wirklich JEDER Deutsche weiß wovon ich rede – idiotensicher sozusagen. Lange Rede kurzer Sinn….
    Dein Beitrag wäre sicher besser rübergekommen, wenn Du deine Reaktion besser begründet hättest wie z.B. “ Ich möchte darauf nicht antworten aus Dem und Dem Grund“. So kam es aber patzig rüber. Was mich auch interssiert hätte ist die Frage, was Du nach dem Schulabbruch genau gemacht hast. Denn in 99,9% der Fälle landen die Abbrecher ohne Umwege bei Hartz4. Ich finde Du hättest dies auch erklären MÜSSEN, denn so bist Du noch ein gutes Argument zum Schulabbruch.
    Aufgrund deiner patzigen Reaktion mögen viele Zuschauer gedacht haben “ Besser sie wäre mal zur Schule gegangen“, denn dass der Gesprächsverlauf anders abgesprochen war kann der Zuschauer nicht wissen.
    Leider muss ich sagen (aus vielerlei Erfahrung), das die „Deutschen“ keinerlei Feingefühl im Umgang mit Menschen haben, daher müssen wir ihnen eben sagen was sie falsch machen. Ansonsten merken die es nie und es kommen eben diese Kommentare “ mir fällt jetzt nichts rassistisches ein“.

    10. Januar 2009 at 21:34
  • King
    Antworten

    Also ich war gestern Abend als Zuschauer im Studio des „Kölner Treff“.

    Ich gebe Noah vollkommen Recht.

    Was dort ablief, war dermaßen typisch für die deutsche Medienlandschaft, die ihre eigene Ignoranz geradezu in den Himmel geschrieen hat.

    Noah hat mit der Moderatorin abgesprochen über welche Dinge sie spricht und über welche nicht. Das hat die Moderatorin zu respektieren. Diese Abmachung zu brechen ist dreist und unverschämt.

    Außerdem war es lachhaft zu sehen, wie ein Millowitsch sich dazu gebärdete, er wüsste nicht, was Noah mit „Rassismus in den Medien“ meinen würde.
    Das ist schlichtweg gelogen.

    Die Moderatorin war auch penetrant und hat zu Recht ihre Lektion von Noah bekommen.

    Diesen Psychologen Grünewald zu etwas zu befragen, was eigentlich Noah betrifft, ist völlig lächerlich.

    Es war richtig rassistisches Vokabular nicht in der Sendung zu reproduieren. Niemand käme beispielsweise auf die Idee diskriminierende Ausdrücke hinsichtlich Jüdinnen und Juden zu reproduzieren.

    Bei Schwarzen Menschen will das aber keiner akzeptieren. Das zeigt, dass mit zweierlei Maß gemessen und mit „gespaltener Zunge“ argumentiert wird.

    Die Erfahrung von Noah, dass eine mit-Talkerin sie in die Haare gefasst hat und von einer anderen zu ihrer „Herkunft“ befragt worden ist, zeigt, dass diese mit ihrem Verstand in einer vergangenen Zeit hängengeblieben sind.

    Wir müssen uns klarmachen: Das, worüber sich Noah beschwert, würde bei weißen Menschen nicht passieren und die Anliegen würden sofort ernst genommen werden.

    Schwarzen Menschen hingegen wirft mensch übertriebene Empfindlichkeit vor. Das ist bittere Realität, die es zu ändern gilt.

    Hut ab, Noah!

    Peace

    King

    10. Januar 2009 at 21:40
  • Noah
    Antworten

    Hallo Ömer,

    Zum Erklären und aufklären schreibe ich Bücher, mache media-watch beim braunen mob e.V. und halte Lehrvorträge und Workshops.
    Einen Anspruch auf garantierte Unpatzigkeit bei komischem Verhalten gibt es ja gottseidank nicht.
    Ich habe auch nicht den Auftrag, alle Leute über die Konsequenzen eines Schulabgangs zu informieren. Denn ich bin natürlich nicht „der öffentlich-rechtliche Auftrag“ sondern eine als Künstlerin/Publizistin geladene Talkperson mit ihrer Biografie. Wie alle anderen auch.
    Was Zuschauer von mir denken, wenn ich so agiere/reagiere, wie ich mich wohlfühle und für richtig halte, ist mir gottseidank egal. Das wäre sonst ja auch ein anstrengendes Leben…
    Finde es aber interessant, dass aus meiner Biografie ausgerechnet der Aspekt Schulabbruch herausgepickt wurde. Habe zwar nichts dagegen, aber mich schon ein bisschen gewundert, dass sie nichts interessanteres genommen hat. Ich muss anscheinend dringend noch mehr CDs, Bands, Touren, Hörspiele, Bücher, Reportagen und Jahre in New York machen als bisher, um mal genauso normal über mein Werk gefragt zu werden wie alle anderen Leute in dieser Runde.

    ps: leider habe ich keinen Migrationshintergrund. Ich tue aber ab und zu so, weil ein move von Bayern nach Hamburg irgendwie auch zählt… eventuell.

    10. Januar 2009 at 21:54
  • Andreas
    Antworten

    @Ömer: Entschuldigung, wenn ich dazu noch einmal etwas sage, aber ich weiss nicht, warum sich Noah diesen (Defizit)-Diskurs aufzwingen lassen sollte, es ist nichts weiter als ein Mythos, dass alle Kinder, vor allem aber diejenigen, die in den Augen der Mehrheit ’nicht-so-ganz-dazugehoeren‘ brav in die Schule/zur Lehre/an die Uni zu gehen haetten und dann waeren sie schon irgendwann ‚vollwertige‘ Mitglieder dieser Gesellschaft, dann wuerden ‚wir‘ sie akzeptieren. Es gibt doch beliebig viele Beispiele dafuer, dass ersteres weder notwendige und schon gar nicht hinreichende Bedingung fuer letzteres ist. Offenbar hat man allein in ihrer Biographie genügend Anhaltspunkte entdeckt, den ‚üblichen‘ Defizitdiskurs (wahrscheinlich hält man sie unwillkürlich fuer die ‚Migrantin‘) an ihr abzuarbeiten und erst wenn sie diesen, ein weiteres Element ihrer Bringschuld, ganz durchlaufen hätte, dann erst kann man sie auch mal für eine Minute zu anderen Themen befragen. Insbesondere auf dem Hintergrund des Vorgesprächs sind ihre Reaktionen daher nur kohärent, sie muss dort nicht die ‚liebe Schwarze Deutsche‘ spielen, den als fragwürdig erkannten Erwartungen entgegenkommen oder muss sie das? Das Fernsehen ist ja gerade so gemacht, dass ‚abweichende‘ Positionen als ‚defizitär‘ erscheinen, all diese Leute dort, die Organisation, die Diskurserwartung, ist auf die Mehrheit, auf das Stereotyp, geeicht, man kann sich dem nicht einfach unterordnen, ohne sich selbst zu verraten.

    10. Januar 2009 at 22:23
  • also… als ich so rumsappte und noah in diese talkrunde entdeckte blieb ich auf der sendung hängen und hoffte, dass sie noch nicht dran war. anfangs war das ja alles noch ganz lustig und dann die frage zum mob. wurde mal wieder enttäuscht, wie fast immer wenn ich schwarze im fernsehen sehe, besonders zu interessanten themen wird das gespräch IMMER in eine komplett andere richtung gelenkt. jetzt mit dem hintergrund, dass sie gar nicht darüber reden wollte, bekommt das alles nochmal einen ganz anderen nachgeschmack.
    noah wurde ungeschickt und unverschämt abgewürkt. die frau moderatorin wollte nicht verstehen, fragt dann in der runde ob überhaupt stimmt was noah sagt und hat sich schließlich weder bei ihr bedankt noch verabschiedet. ich war ziemlich überrascht und fühlte sehr mit weil ich genau diese situation leider nur zu gut selber kenne. wie wohl die meisten schwarzen hier! habe selber nicht die ambition das weiße deutschland umzukrempeln.. aber so’n bisschen respekt dachte ich kann man/frau heutzutage dan doch erwarten.. naja, geirrt!

    10. Januar 2009 at 23:35
  • King
    Antworten

    Wenn ihr jetzt auf die Homepage des „Kölner Treff“ schaut, dann werdet ihr sehen, dass Noah Sow im Gegensatz zu den anderen Gästen MIT KEINEM WORT erwähnt wird.
    Sogar zum Peter Millowitsch hat der WDR kurzfristig einen informierenden Text hinzugefügt(die Angabe 04.12.2008 bezüglich des Standes der Texte ist eindeutig falsch, da Millowitsch dem „Kölner Treff“ einen „Spontanbesuch“ abstattete)aber zu Noah Sow gibt es keine Infos.

    Außerdem hat der WDR die Wiederholung der Sendung am 11. Januar 2009 von 8:05 auf 6:40 Uhr (!) vorverlegt, wohl um zu verhindern, dass viele Leute (im Schlaf steckend ;-) den starken Auftritt von Noah Sow mitbekommen.

    Das ist bestimmt kein Zufall, sondern ganz klar eine hinterhältige Nummer des WDR.

    Die kommen wohl damit nicht klar, wenn ein Talkgast -in diesem Fall Noah- nicht nach deren Pfeife spielt, sondern STANDHAFT bleibt, Paroli bietet und sich nicht in eine Ecke drängen lässt.

    FIGHT THE POWER!

    Peace

    King

    11. Januar 2009 at 11:24
  • yvonne
    Antworten

    Die vorverlegte Sendezeit ist mir auch aufgefallen; ich habe deshalb eigentlich auch nur die letzten Minuten der Sendung gesehen und war etwas perplex. Meine Meinung hab ich ja schon an anderer Stelle geäußert, würde es aber gerne hier noch mal erwähnen: Dass ein anderes Thema in der Sendung besprochen werden sollte, wusste der Zuschauer ja nicht. Ich war daher etwas irritiert, dass Sie, Frau Sow, so gar nicht auf die – sicher unvorbereitet schlechte – Frage geantwortet haben. Hätte man nicht wenigstens einen deutlichen Hinweis auf Ihre Forschung geben können? Ich habe die I-Net-Adresse fast nicht verstehen können und musste ganz schön googeln, um hier zu landen. Ich könnte mir vorstellen, dass andere Zuschauer, die womöglich nicht einmal Internetzugang haben, jetzt genauso naiv und unwissend sind wie vorher – und dies vermutlich auch bleiben werden.

    11. Januar 2009 at 16:09
  • Thomas
    Antworten

    Der Auftritt von Frau Sow war total daneben.Ein Satz zu BB:“Sie solle sich an das Abgemachte halten“und alles wäre o.k. gewesen.Sie hat sich und ihrer Sache nur geschadet.Frau Sow war bis dahin für mich eine Unbekannte.Mein schnelles ader auch zu schnelles Urteil:Noch´n A-Z Promi den keiner braucht.Zum Kotzen ist auch dieses ganze Bauchgepinsel.“Noah du hast alles richtig gemacht“.HAT SIE NICHT.

    11. Januar 2009 at 19:40
  • Dario
    Antworten

    Hey Noah!

    Ich bin ganz froh nicht dagewesen zu sein! Das alles macht mich echt fertig! Die leben doch alle mit ’ner Zündschnur im Arsch!
    Deine Reaktion war sehr natürlich und ehrlich! Das ist immer das Beste! Alles andere ist Schauspiel und passt nicht in dieser Form zu dem ernsten Thema, also bin ich heilfroh, dass du in der Talkrunde reagiert hast, wie du reagiert hast!
    Kopf hoch und nicht aufgeben, auch wenn man das Gefühl hat immer wieder von vorne anzufangen!

    @Thomas: Es geht hier nicht um Promis! Es geht hier um Rassismus! Ein sensibles Thema pinselt man vielleicht auch eher als es auszukotzen…

    11. Januar 2009 at 20:11
  • Janine
    Antworten

    Hallo Frau Sow,
    ich habe mich sehr gewundert über die Verlegung der Sendezeit, da ich den Kölner Treff noch einmal komplett sehen wollte. Ich habe das Ende am Freitag mitbekommen und war erst interessiert (an Ihrem Buch)und dann durch diese extreme Diskussion der Talkgäste genervt.(Da die ganze Runde Sie bedrängt hat, ein paar Wörter zu sagen und damit nicht aufgehört hat.)
    Ich muss sagen, dass ich auch eine offensichtlich naive und unwissende Person bin, was den Gebrauch von Diskriminierungen in den Medien betrifft. Ich hatte im ersten Moment der Diskussion auch gehofft, zu erfahren, was für Wörter es in diesem Bereich zu Schwarzen Deutschen gibt. Dass es zum Beispiel nicht „Farbiger“ heißt und wie ich Schwarze Deutsche richtig zu bezeichnen habe. Das habe ich durch die Seite derbraunemob.de gelernt.
    Danke für Ihre tolle Arbeit dort.
    Ich habe immer gedacht, ich sei tolerant jedem Menschen gegenüber. Ich sei nicht rassistisch. Ich kenne nicht viele diskriminierende Wörter für Schwarze und die, die ich kenne, gebrauche ich nicht, da ich weiß, dass sie diskriminierend sind.
    Aber wie ich heute gelesen habe, „man wird nicht zum Rassist, man ist einer und muss dagegen angehen“. Daran werde ich arbeiten, um wirklich ohne Vorurteile auf alle Menschen zugehen zu können.
    Ich möchte mich bei Ihnen für den Hinweis auf die mob-Seite bedanken. ich werde dort öfter mal vorbeischauen um mich mit versteckten Diskriminierungen auseinanderzusetzen.
    Ich hoffe, ich werde noch viel mehr von Ihnen hören und sehen. Zuallererst kaufe ich mir Ihr Buch. Es hört sich sehr interessant und vorallem lehrreich und wachrüttelnd an.

    (Ich hoffe, ich habe kein dummes Zeug von mir gegeben… )

    11. Januar 2009 at 20:16
  • Thomas
    Antworten

    @Dario:Klar geht es hier nicht um Promis.Frau Sow hat sich als solche aber verkauft.Ihr einziges Plus war der Hinweis auf die mob-Seite.Hat jeder Zuschauer aber einen Internetzugang?Viele Ältere nicht.Und diese tun sich mit der Thematik noch schwerer.

    11. Januar 2009 at 22:02
  • Andreas
    Antworten

    ..das eigentlich Bemerkenswerte an dieser Diskussion ist doch, dass Leute wie Thomas et al. ‚ein natuerliches Recht‘ darauf zu haben scheinen, von ‚Leuten wie Noah‘ etwas einzufordern, das sie ‚richtiges Verhalten‘ nennen. Sie peilen offenbar gar nicht, dass sich die Anmassung, die jene Talkrunde fuer Noah bedeutete, hierin noch fortsetzt. Wir haben das an anderer Stelle lang und breit auseinandergesetzt, welche sachlichen Gruende dafuer sprachen, sich zu verhalten, wie Noah es tat, wem das nicht reicht, dem ist nicht zu helfen und er solllte sich fragen, warum er gerade im Fernsehen, in diesem Schlund der taeglichen Idiotie und Plattheiten von Noah Sow, die sich einer idiotischen Talkrunde ausgesetzt sieht, ‚richtiges Verhalten‘ einfordert. Warum kotzt du, Thomas, nicht auf die Rede der Bettina Boettinger, hm, oder auf all den anderen Schwachsinn, der taeglich auf die sonst so indifferenten Massen im Fernsehen niederkommt, warum? Ich werde es dir sagen, Thomas, weil Noah schwarz ist und weil du glaubst, dieses ihr Schwarz-sein wuerde ihr all das nicht erlauben, das sich, Entschuldigung, aber der letzte weisse Prolet im schoenen D. immerzu und ohne weiteres, insbesondere im Fernsehen, erlauben kann ohne dass sich irgendjemand jemals auch nur im geringsten daran gestoert hat.

    11. Januar 2009 at 22:52
  • Sandrine
    Antworten

    Hallo. Jetzt bin ich im recycling-modus :)
    Habe gerade diesen Kommentar im Forum gefunden:

    „Unerträglich die Ignoranz und Aggressivität in dieser Talkrunde.
    Moderatorin: Das ist aber ein massiver Vorwurf, dass es Rassismen im deutschen TV gibt
    Millowitsch ganz herrisch: Jetzt sagen sie doch, was sie meinen… nachdem sich Noah weigerte diese Rassismen in der Sendung zu reproduzieren.

    Dabei hatte gerade noch Frau Demirkan ihr ganzes Deutschsein mit dummen Sprüchen über „Zigeuner“, Timbuktu und türkischer „Tsching-Tsching-Musik“ zum Besten gegeben.“

    11. Januar 2009 at 23:51
  • Indra
    Antworten

    Hallo Noah,
    ich hatte mich eigentlich sehr auf den Kölner Treff mit dir gefreut und war neugierig auf dein neues Buch. Vorher fand ich BB eigentlich ganz gut als Talkerin, aber das ging ja mal gar nicht! Und vor allem war das doch wohl, auch laut Einblendung, gar nicht das Thema. Auch komisch, dass BB zu deiner Reaktion erstmal den „Experten“ befragt und dich damit einfach kalt stellt! Das geht gar nicht.

    Das mit dem Haare anfassen kenne ich gut. Wird fast noch getoppt von dem in die Wange kneifen und den tollen Hautton bewundern …

    12. Januar 2009 at 10:40
  • whylee
    Antworten

    Die Schwarze Sebstrepräsentanz in den deutschen Medien ist eine lange Reihe von Pionier- und Avantgardeleistungen, die Schmerzen mit sich bringen können. Der Grundschmerz wird aber auf Dauer durch Freude an demonstrierter Identität abgelöst werden.
    Das wir´s können, wissen wir nun ja.
    Lob.Lob.Lob für den Mut.

    16. Januar 2009 at 16:23
  • eva
    Antworten

    ….ich war entsetzt und sprachlos,nach dem letzten Köner Treff.B.B. war für mich bis dahin eine ernstzunehmende Talkmasterin.Hat sich aber radikal geändert.Für mich hat sich die deutsche Medienlandschaft,wieder einmal demaskiert und als unfähig gezeigt,mit nicht konform reagierenden Menschen umzugehen.Noah,Du hast absolut souverän reagiert und somit der ganze Runde den Zerrspiegel des Rassismus vor die Nase gehalten…Besonders peinlich der Experte.Ja wir Bildungsbürgerbleichgesichter haben es nicht gern, wenn uns ein unerzogenes Mädchen, mit der Nase auf unseren braunen Sumpf stösst.Im nachhinein war es Satire pur,wenn es nicht so zum kotzen gewesen wäre….Danke.
    Liebe Grüsse aus Hamburg

    16. Januar 2009 at 22:14

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