Wien, 20. und 21.4. – Relax- & Empowerment Session für Schwarze Frauen*Inter*Trans Community

Freitag, 20.4. von 14:30 bis 16:30 Brunnenpassage (ebenerdig). Veranstalterin: Brunnenpassage

 

Samstag 21.4 von 9:30 bis 11:30 im WUK Währingerstr.59/Stg 4/Stock 4.2 rechts im Schulkollektiv. Veranstalterin: Schwarze Frauen Community Wien

 

 

 

Kosten: freiwillig: Sonnenschein / Gutschein / Geld / Lächeln – je nach Wunsch, $ituation und Laune

 

Komm spontan, und unbedingt pünktlich, da wir ab 15h am Freitag bzw 10h am Samstag die Tür zumachen und entspannen.

 

Was du brauchst: bequeme lockere Kleidung, Matte/Unterlage zum Liegen, Kissen zum Sitzen

 

 

Beschreibung:

 

Wakanda trifft Wanne-Eickel: 5 Dinge, die der Black Panther Film mit rassismuskritischem Veranstalten zu tun hat (Spoiler-frei) – Teil 5

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Wöchentliche Blogartikel-Serie (5 Teile) mit konkreten Tipps zu diskriminierungssensibler Veranstaltungspraxis

Teil 5 von 5: Am Anfang großer Veränderung steht die Vision.

 

Visionen bedingen nicht zwingend Veränderung, aber sie erleichtern sie. Einen Schwarzen US-Präsidenten gab es erst im Film, dann in der Wirklichkeit. Ein schmaler Pfad taucht plötzlich auf, wo vorher nur Geröll war. Es werden nicht alle blitzschnell diesem Pfad folgen, aber es schadet schon mal nicht, wenn es ihn gibt.
Ich bin davon überzeugt, dass der Film Black Panther den Schwarzen Kindern und Jugendlichen, die ihn sehen, neue Inspirationen für ihre eigene Haltung und ihr Selbstverständnis liefert. Und dass Filmschaffende in der Zukunft es leichter haben werden, ehrlicher und unmittelbarer die Allgegenwart von Kolonialismus und seinen Folgen anzusprechen. Inspiriert von einem Disney-Film (ich kann es doch selbst nicht glauben), ernsthaft. Weil er einen Pfad geschaffen hat:
– Unbequeme gesellschaftliche Wahrheiten müssen auch im großen Sci-Fi-Unterhaltungskino nicht ignoriert werden.
Das Publikum ist weder doof noch zu fragil, um es auszuhalten, wenn die Rollen mal vertauscht sind.
– Weiße Menschen können Spaß dabei haben, Afrika als nicht rückständig zu erfahren.
– Schwarze Menschen müssen in Filmen nicht wohldosiert als Clowns, Opfer oder Sexfolie eingesetzt werden, sondern können die ganze verdammte Leinwand mit diffizilen und originellen Charakteren füllen.

Und siehe da: es lässt sich sogar ein Haufen Geld damit verdienen.
Win-Win-Win.

 

Wie bringen wir den Style aus Wakanda nach Wanne-Eickel?

 

Wakanda trifft Wanne-Eickel: 5 Dinge, die der Black Panther Film mit rassismuskritischem Veranstalten zu tun hat (Spoiler-frei) – Teil 4

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Wöchentliche Blogartikel-Serie (5 Teile) mit konkreten Tipps zu diskriminierungssensibler Veranstaltungspraxis

Teil 4 von 5: Repräsentation ist super wichtig


Repräsentation ist, wenn ich zehn Jahre alt bin und in meinen Büchern und Serien sind Kinder mit ähnlichem Aussehen und ähnlichem Background, die dort nicht nur als “Problem” oder Exot_in auftauchen.
Repräsentation ist, wenn ich Menschen sehe, die machtvoll sind (Lehrer_in, Richter_in, Politiker_in, Chirurg_in), die mein gender und meine Körperfarbe haben.
Repräsentation ist, wenn die Gesellschaft mir spiegelt, dass ich ein Teil von ihr bin. So ermöglicht Repräsentation auch überhaupt erst gegenseitige Identifikation.

 

Wenn ich nicht repräsentiert werde, sagt mir das, dass die Gesellschaft sich wünscht, ich wäre nicht mittendrin, sondern höchstens am Rand oder kurz zu Besuch. Das ist exakt die Botschaft von “Wo kommst du wirklich heeer?” und von fehlender Schwarzer Repräsentation im deutschen Film..

Wakanda trifft Wanne-Eickel: 5 Dinge, die der Black Panther Film mit rassismuskritischem Veranstalten zu tun hat (Spoiler-frei) – Teil 3

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Wöchentliche Blogartikel-Serie (5 Teile) mit konkreten Tipps zu diskriminierungssensibler Veranstaltungspraxis

 

Teil 3 von 5: Wir können uns ganz gut selbst retten (wenn wir nicht dauernd unterbrochen oder unterdrückt werden)

 

Im Black Panther Film sind ein paar Szenen, die klischeehaft anfangen und überraschend empowernd weitergehen. “Argh!”, habe ich mir beim ersten Ansehen gedacht, “die werden doch nicht…” und wurde schnell beruhigt. Das ist echt nicht leicht, ohne Spoiler darüber zu schreiben, ich sag’s mal so: In Gruppen, die wir bislang in noch überhaupt keiner einzigen filmischen Repräsentation als handlungsfähig präsentiert bekommen haben, finden sich Individuen, die genau das sind: handlungsfähig, powervoll, wehrhaft. Ist natürlich im echten Leben auch so, nur bekommen wir das nie zu sehen, sondern immer nur das Gegenteil.

 

Was heißt das für Veranstaltungsplanung in Wanne-Eickel?

Wakanda trifft Wanne-Eickel: 5 Dinge, die der Black Panther Film mit rassismuskritischem Veranstalten zu tun hat (Spoiler-frei) – Teil 2

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Wöchentliche Blogartikel-Serie (5 Teile) mit konkreten Tipps zu diskriminierungssensibler Veranstaltungspraxis

 

Teil 2 von 5: Wer darf sprechen, und wann?

Es gibt ein paar Stellen im Film Black Panther, die großes Erleichterungsgelächter hervorrufen. Das sind die Stellen, in denen Figuren (stellvertretend für uns) Sachen sagen, die auszusprechen für PoC im echten Leben schwer ätzende Folgen hat, obwohl es unaufgeregte Wahrheiten sind.
Es ist außerdem wohltuend, mal zu sehen, wie afrikanische Menschen afrikanische Angelegenheiten besprechen und klären, ohne sich dabei Vorschriften oder dauernde “Lektionen” anhören zu müssen. Das gibt es im echten Leben selten. Auf vielen Veranstaltungen verhandeln Europäer_innen afrikanische Themen oder sprechen in Deutschland Geborene als Hauptredner_in zum Thema “Flucht und Migration”. Das können, sollten wir ändern.

 

Wakanda Know-How für Wandsbek und Wanne-Eickel:

 

  • Wer zuerst auf die Bühne kommt, repräsentiert. Wer dort zuerst gegrüßt und angekündigt wird, ist offiziell wichtig™. Es ist nicht egal, wer zum Publikum das Grußwort sagt, und noch weniger egal ist es, wer auf der Veranstaltung das letzte Wort hat (Tipp: bitte nicht Karl-Günther). Hier können wir vieles anders als bislang machen und damit signalisieren, wessen Perspektiven [uns] wichtig sind. Das Publikum reagiert stark darauf, wer einführt, als Autorität gilt, und die Verabschiedung macht. Das alles spiegelt auch wieder, wer sich aus Sicht der Veranstaltenden überhaupt mit dem Event identifizieren können soll.

 

»Deutschland Schwarz Weiß« 2018: umfassend aktualisierte Neufassung erschienen

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Die umfassend aktualisierte Neufassung von Deutschland Schwarz Weiß ist ab sofort als Taschenbuch und Ebook erhältlich.

 

Bestellbar in jeder Buchhandlung sowie in allen Onlinebuchhandlungen.

(Nur wo der rote Jubiläums-Sticker drauf ist, ist die aktualisierte Fassung drin.)

 

 

Gratis Rezensionsexemplar für Journalist_innen/Blogger_innen bestellbar unter: presse@bod.de . (Die Spielregeln dafür stehen hier)

 

(-> Springe direkt zu “Was ist in der Auflage von 2018 neu?”)

 

Wakanda trifft Wanne-Eickel: 5 Dinge, die der Black Panther Film mit rassismuskritischem Veranstalten zu tun hat (Spoiler-frei) – Teil 1

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Wöchentliche Blogartikel-Serie (5 Teile) mit konkreten Tipps zu diskriminierungssensibler Veranstaltungspraxis

Teil 1 von 5: Viele Konventionen (und Tabus) sind zum Brechen da

Manche Konventionen sind ganz nützlich, wie z.B. die, im Restaurant nicht laut zu pupsen. Die großen Cousins von Konventionen sind Tabus. Sie “untersagen” uns bestimmte Impulse, bis sie selbst zum Impuls werden. Das soll das Leben für alle angenehmer machen. Das Problem: nicht alle Tabus und Konventionen dienen hehren Aufträgen, manche unterstützen in erster Linie die Unterdrückung bestimmter Gruppen.

 

Konventionen und Tabus sind etwas anderes als explizite Verbote. Sie sind Teil von Tradition und als solches Kultur. Sie funktionieren auf Autopilot und internalisiert, d.h. sie übertragen sich unüberlegt und automatisch und erzeugen in uns Hemmungen, die nichts mit unseren eigentlichen Wünschen oder Impulsen zu tun haben und uns sogar dazu bringen können, uns selbst oder humanitäre Ziele zu vernachlässigen. Gängige Konventionen sind z.B., Sexarbeiter_innen nicht zuzuhören und sie nicht ernst zu nehmen, die übertriebene Empfindlichkeit weißer Männer nicht zu problematisieren, den Wert von Frauen über ihre Körper zu definieren und den Wert Schwarzer Menschen über ihre Nützlichkeit.

 

Viele gesellschaftliche Konventionen bemerken wir erst in dem Moment, in dem wir zum ersten Mal wahrnehmen, wie sie gebrochen werden. Dafür ist Film ein probates Mittel: die Eröffnungsszene in der Serie “Empire”, in der die Party People auf der Luxusyacht alle Schwarz sind. Die teuren Ölgemälde von Kehinde Wiley, die Schwarze junge Männer in Hoodies zeigen. Die Schauspielerin Gabourey Sidibe, deren Rollen sich durchweg weigern hilflos, lustig oder dankbar zu sein, und die in einer erotischen Szene ganz selbstverständlich sexy ist (ja, das war wichtig, weil ihr Körpertyp bislang von der Filmindustrie nur gedemütigt, instrumentalisiert, ent-persönlicht wurde).

 

Black Panther bricht mit reihenweise Tabus und Konventionen, die mit Frauenbildern, Afrikabildern, postkolonialer Gegenwart und Schwarzen Politiken zu tun haben, und ist der erfolgreichste Kinostart, den es je gab.
Ist es der beste, gesellschaftspolitisch perfekteste Film aller Zeiten? Nein. Muss er auch nicht. Denn unser Thema ist:

Erfolgreich rassismuskritisch veranstalten – Mein Onlineseminar ist live!

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Lang schon hatte ich es angekündigt und jetzt ist es endlich live: das Onlineseminar “Erfolgreich rassismuskritisch veranstalten”. Dabei ging es mir wie mit dem Schreiben von Deutschland Schwarz Weiß: Ich hatte nicht initial “Lust”, es zu machen. Das soll nicht heißen, dass der Prozess mir nichts gegeben oder ich die ganze Zeit schlechte Laune gehabt hätte. Im Gegenteil! Ich habe viel dabei gelernt und auch Freude gehabt (und Erleichterung). Was ich damit meine ist, dass die eigentliche Triebfeder einmal mehr war, dass ich etwas gebündelt öffentlich stelle, das ich ansonsten weiterhin immer wieder aufs neue erklären oder verhandeln muss, wenn ich möchte, dass schmerzhafte rassistische Situationen seltener werden.

 

[Impressionen aus dem Seminar]

 

 

Internet sei Dank ist das heute noch viel leichter möglich als vor zehn Jahren, als Deutschland Schwarz Weiß erschienen ist. Und ich bin inzwischen große/r Fan von autonomen Veröffentlichungen: Keine Gatekeeper, die die Dringlichkeit nicht nachvollziehen können/wollen. Keine Verhandlungen darüber, wie weit mensch sich zu Promotionzwecken in Talkshows erniedrigen lassen soll. Und vor allem die selbstbestimmte Monetarisierung von Widerstandswissen. Darum geht es nämlich durchaus auch.