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Offener Brief: Liebe Schüler_innen, die mich für “Schule ohne Rassismus” eingeladen haben,

 
Liebe Schüler_innen, die mich für “Schule ohne Rassismus” eingeladen haben,

 

Sehr gerne würde ich Euch kennenlernen und mich mit Euch treffen. Wir müssen dafür aber eine andere Gelegenheit finden.
Denn das Projekt “Schule ohne Rassismus” möchte ich aufgrund seiner Betitelung und Konzeption nicht unterstützen.

 

Ich finde rassismuskritische Arbeit an Schulen überaus wichtig.

 

Das Label “ohne Rassismus” verhöhnt jedoch regelmäßig all die Schülerinnen und Schüler, die an Schulen mit einem solchen selbst verliehenen Slogan mit Aufkleber auf der Schultür nach wie vor Diskriminierungen ausgesetzt sind, sei es durch Lehrmaterial, mangelnde interkulturelle Lehrkompetenz oder ganz einfach in Interaktion mit anderen Schüler_innen. Dass die Schule sich selbst attestiert, “Ohne Rassismus” zu sein, ist auch nach Projekttagen noch kontraproduktiv. Der Titel ist zudem dazu geeignet, die Institution weniger angreifbar zu machen und eine gründliche Selbstanalyse sowie weitere Veränderungen leichter zu verhindern. Da bei den Aktionsformen keine bindenden Lehrer_innenfortbildungen beinhaltet sind, das Lehrmaterial nicht revisioniert wird, und die institutionelle und strukturelle Benachteiligung von Schülerinnen und Schülern of Color nicht so einfach per Proklamation beendet ist, kann ein Erreichen des Ziels, als Institution “ohne Rassismus” zu sein, nicht als gelungen behauptet werden.

Zudem kann der Slogan sogar zur Abwehr von Kritik verwendet werden. Ich bekomme leider oft von solchen Fällen berichtet. Manche Schüler_innen werden weniger als zuvor angehört, nach dem Motto “an deinen Berichten, dass du diskriminiert wurdest, kann nichts dran sein, denn wir sind eine Schule ohne Rassismus”.

 

Das Problem eines rassistischen Status Quo ist nicht, dass die Schulen sich nicht deutlich genug gegen Diskriminierung aussprechen würden, sondern die Einhaltung, oder genauer: die Erlangung des Wissens, und dann dessen Umsetzung zur Auflösung von Diskriminierung und Rassismus. In der Praxis geht es eigentlich nicht darum, was laut als unerwünscht durchgesagt wird, sondern vielmehr darum, was konkret verbindlich verankert wird, z.B. wie das Lehrmaterial genau aussieht, wer was im Unterricht erzählt, wer (nicht) antirassistisch geschult ist, welche Anlaufstellen es für diskriminierte Schüler_innen vor Ort gibt, wie diese Anlaufstellen qualifiziert sind – eben wie genau, wie ernst gemeint und wie umfassend die betreffende Schule Diskriminierung entgegengewirkt .

 

Es wäre viel glaubwürdiger, und weniger auf eine Gewissensberuhigung der Mehrheitsgesellschaft zugeschnitten, mit der Signalwirkung, dass die Lebensrealitäten von Schüler_innen of Color ernst genommen werden, wenn nicht zuvorderst das sich selbst feiernde Signal aus der Projektbenennung titelte. Jedoch ist mit dem Slogan “Hier bei uns gibt es so was nicht! Wir sind hier alle super!” leider nichts von alledem erreicht oder auch nur angestrebt. Er kann auch verstanden werden als “So, und jetzt wollen wir uns vor allem nicht mehr kritisieren lassen.”. Mir ist bewusst, dass die durchführenden Schülerinnen ja gerade nicht diejenigen sind, die sich eine solche Abwehr dann zuvorteil machen (wollen), doch ich denke, dass es durch die Struktur und den Titel den Schulen sehr leicht gemacht wird, das Engagement der Schülerinnen für eine Profilierung auszunutzen, ohne ohne dass dazu wirkliche Veränderungsbereitschaft zwingend notwendig wäre.

 

Auch finde ich es bedenklich, dass die Projekttage von Schüler_innen – oft von sehr jungen, und ebenfalls oft mit erlebter rassistischer Diskriminierung – gestaltet werden, aber für Lehrende keine verbindliche rassismuskritische Bildung, Schulung oder Fortbildung vorgeschrieben ist. Ich finde diese Verteilung nicht zielführend und nicht gerecht, und sie erweckt bei mir den Eindruck, dass die Arbeit zu einseitig verteilt ist und die Lehrenden gar kein rassismusfreieres Lehren anstreben müssen, wenn sie darauf keine Lust haben, egal wie sehr die Schüler_innen oder Aktivist_innen sich anstrengen.

 

Ich habe großen Respekt vor Eurem zivilem Einsatzwillen und allen, die sich ehrenamtlich für Gleichbehandlung engangieren, und ich wünschte, es würde dafür ein Projektname gefunden, der respektvoller ist, und eine Form, die die Lehrenden und die Institution mindestens genau so stark in die Verantwortung nimmt wie die Schüler_innen.

 

Ich wünsche Euch bei allen Veranstaltungen viel Erfolg und bitte um Verständnis für meine konzeptionelle ‘Enthaltung’.

 

freundliche Grüße,

 

Noah Sow

 

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30. Juni 2015 - 0 Comments

REST, ROOMS – MOMENT GRIOTAGE documentary

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Copyright Wagner Carvalho

 

Video documentary on Vimeo *click* 

 

Acoustic manifesto of presence in absence
Live sound collage.
Analogue and digital controllerism, Afrodeutsche Identity™ on resilience au gratin, with loops and hardly any peer pressure.

 

More info in German: http://www.noahsow.de/rest-rooms/

More info in English: http://www.noahsow.de/en/rest-rooms/

Video documentary on Vimeo: https://vimeo.com/97402813

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15. Juni 2015 - 0 Comments

Öffentliche Termine im Juni: Bayreuth, Dresden, Frankfurt am Main

Thursday, June 4, 2015, 11:30 Uhr , Bayreuth:

Keynote “Diaspora Dynamics: Shaping the Future of Literature” @ 41st Annual Conference of the African Literature Association „African Futures and Beyond. Visions in Transition“
ALA 2015, 41st Annual Conference of the African Literature Association „African Futures and Beyond. Visions in Transition“.

Audimax der Universität Bayreuth, registration required.

http://www.noahsow.de/event/keynote-diaspora-dynamics-shaping-the-future-of-literature/

Mittwoch, 10.06.2015, 16.40 bis 18.10 Uhr, TU Dresen,

Vortrag Offen für alle? Akademische Ausgrenzung und Gegenstrategien” Geöffnet für alle
anschließend Colloquium of Color, geöffnet für alle interessierten PoC

http://www.noahsow.de/event/offen-fuer-alle-akademische-ausgrenzung-und-gegenstrategien-tu-dresden/

Donnerstag, 11. Juni 2015 / 18 Uhr

Bildungsstätte Anne Frank e.V., Hansaallee 150, 60320 Frankfurt am Main

Vortrag “Kunst ist für alle da! Wie Deine Bilder die Welt verändern…”

Vortrag für die Teilnehmenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Plakatwettbewerbs “Mensch, du hast Recht(e)!” zum großen Finale vor der Preisverleihung, Geöffnet für alle

http://www.bs-anne-frank.de/projekte/kunstwettbewerb/

27. Mai 2015 - 0 Comments

16. April, 14h: Radio-Hörspiel RADIO META (auch per Livestream). Jetzt vorab reinhören.

Click “more” and scroll down for description in English. And stick through the first 20 seconds of German on the first track below. The song which follows is in English.

 

Teil der Online & Radio – Ausstellung “Ordnung // Struktur” vom Thea.Lit Frauen.Kultur.Labor. 

 

“Radio Meta” läuft am 16.4. von 14h bis 15h am Ansgarikirchhof Bremen und Live auf Radio Weser (auch im Livestream!). Friends of Black Humour, don’t miss.

 

 

 

Audio-Teil der Ausstellung:

- Radio Weser Internet-Livestream: http://www.radioweser.tv/index.php?id=33&L=1

- Live auf Radio Weser UKW 92,5 // Antenne 101,86

- an verschiedenen Hör-Orten in Bremen

 

Homepage der Ausstellung:

http://www.thealit.de/lab/ordnung/ordnung-struktur.html

 

Programm zum downloaden: http://www.thealit.de/system/files/Ordnung_Struktur_Programm.pdf

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10. April 2015 - 0 Comments

Hamburg, ab 7. April ’15: offenes Seminar “DECOLONISING WHO? – CURATING CHANGE”

Auf Initiative von Studierenden findet im kommenden Sommersemester unten beschriebenes Seminar an der HfBK (Hochschule für Bildende Künste) Hamburg statt. Es ist auch offen für Nichtstudierende. Besonders willkommen sind Aktive aus den Communities!
 
In jeder Sitzung wird Praxis betrachtet. Ich würde mich über rege Teilnahme freuen von Leuten, die bereits veranstalten oder dies planen, sei es kulturell, künstlerisch oder gesellschaftspolitisch.
 
 

Seminar: DECOLONISING WHO? – CURATING CHANGE
 
Die Teilnahme ist möglich für HFBK Studierende, HAW Studierende, sowie FÜR AFRODIASPORISCHE UND ASIATISCH(/-DIASPORISCH)E STUDIERENDE UND NICHTSTUDIERENDE ALLER FACHRICHTUNGEN.
 
Lehrende: Noah Sow
Anmeldung: E-Mail: curatingseminarHH_äth_noahsow.de

Eine kurze Anmeldung mit Vorstellung der Art der Interesses und Positionierung ist vonnöten bis zum 1.4. an curatingseminarHH_äth_noahsow.de. Die Teilnahme ist begrenzt.
Termine: 07.04. 11.00 – 16.00 Uhr, 08.04. 10.00 – 13.00 Uhr, 29.04. 11.00 – 16.00 Uhr, 30.04. 10.00 – 13.00 Uhr, weitere Termine (bis Juni) werden im April bekanntgegeben

Adresse: Seminarraum 17, Wartenau 15 (Gebäude für Grundlagen/Graduates der Hochschule für Bildende Künste) 22089 Hamburg

 
 
Kursbeschreibung:
 

Interesse an postkolonialen Themen und Themenkomplexen ergibt nicht automatisch Handlungsfähigkeit im Sinne einer Ein- oder Um-Ordnung des postkolonialen Gefüges. Dieses Seminar fördert und fordert den Übertrag von Theoriewissen in die Praxis indem es erstmals greifbare Anforderungen und Handhabe transformativer Vorhaben behandelt. Die Kunsthochschule selbst ist hierbei nur einer von vielen Betrachtungsorten.
 
Das Seminar vermittelt denen, die erste Erfahrungen im Themenkomplex bereits in Theorie und/oder Praxis sammeln konnten, Wissen und Anwendungsmöglichkeiten auf das eigene Wirkungsfeld, insbesondere auf kuratorische Vorhaben, Planungen und Projekte mit ‘postkolonialen’ oder diasporischen Bezügen. Voraussetzung für gleichheitsfördernde Handlungskompetenz ist unter anderem die Anerkennung von Asymmetrien in der traditionellen Hierarchiesierung der Blickrichtungen aus ihren jeweiligen Positioniertheiten Schwarz/Weiß, Betrachtete/Betrachtende, Subjekte/„Wissenschaffende“ usw. Im Seminar studieren wir konkrete Strategien sowie Kommunikations- und Vorgehensweisen um ebenjenenTraditionen entgegen zu wirken.
 
Zur Unterstreichung der Bedeutung struktureller Prozesse, Exklusionen, Verteilungen und Verortungen stiftet jede Lehreinheit des HfBK-Seminars eine außeruniversitäre Lehreinheit “Afrodiaspora Art School” // “Black Summer School” für Schüler_innen/Jugendliche. Der Prozess wird dokumentiert.
 
Geplant sind eine Exkursion sowie ein begleitendes In-House-Forschungsprojekt.
 
Das Seminar stellt keine Einführung in postkoloniale Theorie dar. Basiswissen hierin sowie über die Wirkungsweisen gesellschaftlicher Hierarchisierungen ist Voraussetzung.
 
Eine Leseliste wird per Mail zirkuliert. Voraussetzung für die Vergabe von Credits ist die Teilnahme an allen Seminarterminen sowie an einem daraus entwickelten/angeregten Projekt.
 
Externe Studierende: Bitte informieren Sie sich an Ihrer Universität über die Voraussetzungen für einen Credittransfer.


23. März 2015 - 0 Comments

Community is not a Colour

Community is not a Colour
It is an ongoing practice and attitude
It is weaving the past into the future by means of the present
When strands are missing, it won’t come out right
When strands are forgotten, the pattern is wrong
When strands are cut off, the fabric will tear apart
 
This is not the place to build yourself a monument
This is the place to dream up the future
This is the place for you to celebrate yourself and each other
With sincerety
 
Recognize a Memorial when you see it
Be inclusive
Informed
Intense
 
Community is Colour
We decorate the walls in earth
Cultivate our green
Grief and acknowledge in blue
Keep our sun shining

 

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26. Februar 2015 - 3 Comments

Für mehr Kontinuität! Gegen vermeidbare Unterbrechungen in der Communityarbeit
- ein Plädoyer

 

Wenn wir unsere eigenen bisherigen Kämpfe (= Kämpfe unserer eigenen Bewegung(en)) nicht studieren und sehr gut kennen, verschenken wir auf traurige Weise sehr viel Power. Das ist meine Überzeugung. Zu der bin ich nicht über Nacht gelangt, sondern dadurch, dass ich den Fehler früher selbst gemacht und später erst (mit Hilfe von Aktiven, denen ich dafür sehr dankbar bin) erkannt habe.

 
Ich denke, dass eins der größten Probleme unserer Communities im Moment ist, dass sie dazu neigen, jeweils dieselben “Ursuppen” von vorne zu beginnen, und dass sie in Bezugnahmepraktiken hegemoniale Ausblendungstraditionen mit übernehmen. Was auf persönlicher Ebene womöglich für Einzelne verkraftbar ist, aber für politische Arbeit doch stark nachteilig, bezogen auf Signalwirkung, ‘Gruppenmoral’, Aufwand und auch Ausführung. Erklärbar ist ein gewisser Kontinuitäten-fail sicher zum Teil durch ein traditionelles Vereinzeltsein; ich bin aber stark dafür, dass vor allem junge Leute, die die Möglichkeiten dazu haben, einen gewissen selbstgewählten Vereinzelungshabitus ablegen und die Wissensarchive und Erfahrungen der vorangegangenen Aktiven zumindest insofern sich zur Beschäftigung nehmen, als dass sie informierte Entscheidungen auf der Basis von Kenntnis und Anerkennen und selbstverständlich auch Analyse von widerstandsgeschichtlichem Wissen treffen können.

 
Das heißt nicht, dass irgendeine jemals eine bestehende Meinung oder politische Haltung einfach übernehmen sollte. Es heißt aber, dass ohne Wissen über Strategien (und deren Gründe und Wirkungen) und ohne Blick auf die anderen und vorherigen Aktivitäten und deren Ergebnisse das eigene Handeln sich schon fragen lassen muss, ob es primär durch den Wunsch zu Anschlussfähigkeit an die Zukunft, Seriosität, Gründlichkeit, Community und gute Resultate motiviert ist.

 
Nicht zuletzt bindet eine reaktive Verstrickung in immer wiederkehrende Handlungsmuster, die gleichzeitig regelmäßig voneinander abgeschnitten werden, auch enorm viele unserer Ressourcen, die uns dann wiederum in anderen wichtigen Arbeitsfeldern und Lebensbereichen fehlen. Will sagen: Communityforschungen und -geschichte(n) nicht zu kennen, ist die Erfüllung rassistischer Wünsche einer Oppressionskultur, die unser Wissen als vernachlässigbar behandelt und unsere Bindungen, Bildungen und Anschlüsse verhindert. Und das finde ich in jedem einzelnen Fall sehr schade, vor allem an einem der neuralgischen Punkte: den jungen, bereiten, politisch interessierten (potenziell) Aktiven.

 
 

Hier ein paar Fragen, die politisch aktive Gruppen, deren Wirkungsgrad von Diskontinuität bedroht ist, dringend zu besprechen haben:

 
- Wie ist der Definierungswunsch des “Neuen” ohne Studium des Bisherigen genau motiviert?

- Wie kann Wissensvermittlung intern stabil eingerichtet werden?

- Was, wenn an der Wissensvermittlung kein Interesse besteht?

- Wie begegnen wir der Paarung von struktureller Macht und mangelnder Erfahrung und Zugewandtheit in unseren eigenen Kontexten?

- Wie reagieren wir darauf, dass das, woran bisher viele zerbrochen sind, heute ein Karriereweg sein kann – und die Fragen, die sich daraus bezüglich Aufrichtigkeit und Lauterkeit ergeben?

- weitere Fragen und Strategien zu Wissensweitergabe minorisierter Widerstandswissensarchive von Gruppen in/trotz/aus Vereinzelung werden in der Kommentarsektion ausdrücklich begrüßt

 

 

26. Februar 2015 - 0 Comments

Mitmachen! Beim Kunstwettbewerb “Mensch, Du hast Recht(e)!” von 13 bis 25 Jahre.

 


Teilnehmen können alle von 13 bis 25 Jahren. Ich sitze in der Jury.

via Bildungsstätte Anne Frank e.V.

Ganze Ausschreibung hier lesen: http://www.bs-anne-frank.de/projekte/kunstwettbewerb/

 

Wonach sehnst Du Dich?
Was willst Du verändern?
Wie stellst Du Dir ein gutes (Zusammen)Leben vor?
Und wie kann eine Zukunft aussehen, die eine Gesellschaft für alle ermöglicht?
 
Werde kreativ! Gestalte ein Plakat, das unsere Jury von Deinem Gesellschaftsentwurf überzeugt. Du kannst zeichnen, kleben, malen, fotografieren und auch mit modernen Computerprogrammen arbeiten. Ein ansprechendes Design ist natürlich super – vor allem sind wir aber an Deinen Ideen und Inhalten interessiert! Die Bewertung findet nach drei Alters- kategorien statt.

 

Die Entscheidung trifft eine unabhängige Fachjury:

Buddy Elias (Basel), Cousin von Anne Frank
Alexander Graf Lambsdorff (Brüssel/Bonn), Vize-Präsident des Europäischen Parlaments
Noah Sow (Hamburg), Künstlerin, Autorin u.v.m.
Kamyar & Dzeko (Fulda), Rapper
Silke Wagner (Frankfurt a. M.), Künstlerin
Hans Sarpei (Köln), Ex-Profi-Fußballspieler
Peter Rutkowski, Redakteur „Frankfurter Rundschau“
Nicole Broder (Frankfurt), Bildungsstätte Anne Frank
Philipp Mohr (Frankfurt), William Blair & Company
 
Preise

Für jede der drei Altersgruppen gibt es unterschiedliche Preise. Sonderpreis ist ein MacBook Pro.

Die besten Plakate werden in der Bildungsstätte Anne Frank präsentiert und in einem Katalog abgedruckt.
 
Workshop „Plakatgestaltung“ (Voranmeldung erbeten) in Frankfurt: Dienstag, 7. April 2015

Einsendeschluss: Mittwoch, 13. Mai 2015 (Poststempel)

Große Preisverleihung: Freitag, 12. Juni 2015

Am Vorabend, 11. Juni 2015: Empowerment-Vortrag und Fragerunde mit Noah Sow: “Kunst ist für alle da! Wie deine Bilder die Welt verändern.“

 

Alle TeilnehmerInnen sind herzlich zur Preisverleihung und Eröffnung der Plakatausstellung am 12. Juni 2015 und zum Empowerment-Vortrag am 11.1. in die Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main eingeladen.

 
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9. Februar 2015 - 0 Comments

Schwarze Studien ohne Schwarze Leute: Community Statement über die Implementierung von “Black” Studies an der Universität Bremen

Die Forschendengruppe present_tense, Scholars Network: Black Perspectives and Studies Germany hat heute ein öffentliches Statement versendet, das von zahlreichen Scholars und Aktiven aus den Communities unterstützt wird. Es unterzeichnen unterstützend u.a. Prof- Dr. Angela Davis, Prof. Dr. Nikita Dhawan, das Bündnis kritischer Kulturpraktiker*innen, ADEFRA e.V., ISD sowie der braune mob (ich natürlich auch), uva. Das gesamte Statement mit den Unterzeichnenden kann hier eingesehen werden:

Community statement on the way “Black” Studies has been mobilized at the University of Bremen.

Deutsch: Community Statement über die Implementierung von “Black” Studies an der Universität Bremen.

 

Wir, die hier Unterzeichnenden, verurteilen die Art und Weise, in der Black Studies an der Universität Bremen mobilisiert und in Dienst genommen werden.

Angesichts der offenkundigen, proaktiv praktizierten Ausschließungen, den mehr oder minder feststehenden inhaltlichen Ausrichtungen der Arbeitsgruppen der Creative Unit, den diversen personellen Überschneidungen und den bereits laufenden bzw. angegliederten Forschungsprojekten stellen sich außerdem die Fragen, wie und von wem über die im Proposal beantragten Stellen und Gelder entschieden wird und auf welchen Auswahlkriterien diese Entscheidungen beruhen. Immerhin handelt es sich dabei um 1 Postdok-Stelle, 4 Doktoranden-Stipendien, 2 halbe Promotionsstellen und 4 Stellen … für wissenschaftliche Hilfskräfte.

Es ist ein Skandal, dass Schwarze deutsche Wissenschaftler_innen und Aktivist_innen im Zuge der Gestaltung der Unit nicht konsultiert worden sind und ihre Arbeit umfassend entnannt wird, jedoch ihre Namen im Proposal auftauchen, wo sie ohne ihre Zustimmung als aktuelle oder „prospektive“ Kooperationspartner_innen gelistet wurden. Überdies werden die Forschungen von Schwarzen deutschen Wissenschaftler_innen, die in Deutschland seit vielen Jahren zu diesen Themen arbeiten und publizieren, ausschließlich „im Zusammenhang eines basisdemokratischen Aktivismus schwarzdiasporischer Autoren“ verortet.

Mit anderen Worten: Während die finanziellen Ressourcen der Creative Unit dazu genutzt werden, um Stellen für weiße Wissenschaftler_innen zu finanzieren, werden die Namen von Schwarzen Wissenschaftler_innen / Aktivist_innen, wenn sie denn überhaupt Erwähnung finden, ohne die entsprechende Erlaubnis als Token verwendet. Eine solche Vorgehensweise ist nicht nur ungeheuerlich und unethisch, sondern bekräftigt das koloniale Modell der Enteignung: Schwarze Deutsche dürfen weißen Akademiker_innen gern als „Rohmaterial“ und „native informants“ dienen, es wird ihnen allerdings nicht erlaubt, als eigenständige Wissenschaftler_innen zu agieren. Weiße deutsche Akademiker_innen und Aufbaustudierende hingegen stehen bereit, um von noch mehr ökonomischem und symbolischem Kapital
als Teil der geplanten Creative Unit zu profitieren.

In den USA sind Departments für Black Studies einst ins Leben gerufen worden, weil studentische und community-Gruppen politischen Druck auf die Universitäten ausübten, um die Wissensproduktion über und vor allen Dingen von (!) Schwarzen Menschen anzuerkennen, finanziell zu unterstützen sowie strukturell und personell zu etablieren.

… ganzes Statement und die zahlreichen Unterzeichnenden & Supporter_innen aus dem In- und Ausland HIER LESEN

6. Februar 2015 - 2 Comments

Veröffentlichungen im Dezember // New Releases: Short Film, Interview, Paper

hamameffectif unruled-copyr

– open the post to read in English below –

 

Auf dem “Heimatkunde”-Portal der Heinrich Böll Stiftung sind mehrere Beiträge von/mit mir erschienen:

  • Kurzfilmdebut “Act of Wellness” (deutsche und englische Version) mit Musik als Gratisdownload

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11. Dezember 2014 - 0 Comments