schon wieder “Farbige” … die TV Movie euphemisiert online.. wohl aus Versehen, aber sprachlich-Journalistische Kenntnis in gesellschaftlichen Themen kann ja erweitert werden…
hier das Anschreiben:


Hamburg, 24.1.2006
Sehr Geehrter Herr xxxx,
(…)
In der Ankündigung zur ARTE-Doku “black Deutschland” (heute und morgen, 24. Und 25.1.) schreiben Sie online: “Oliver Hardt porträtiert farbige Deutsche”
http://www.tvmovie.de/tv-programm/sendung.html?SendungID=5746702
Der original Pressetext vom HR lautet (aus guten Gründen) “schwarze Deutsche” und nachdem ARTE online durch den Autor des Films und andere auf dieses wording aufmerksam gemacht wurde, hat auch ARTE online die Ankündigung dahingehend korrigiert. Bei einer Doku, die genau dieses Thema betrifft, wünschen wir uns von den Medien und Medien-Partnern Sensibilität hinsichtlich politisch korrekter Wortwahl, unter die der Begriff “Farbige” (obwohl fälschlicherweise oft dafür gehalten) keinesfalls fällt. Auch die “Tagesschau” und viele andere Medien haben dies bereits erkannt.
Wir möchten Sie bitten, den Text (und alle eventuell weiteren) zu korrigiere, aus “Farbigen” wieder “Schwarze” zu machen und die korrekte Wortwahl künftig zu berücksichtigen.
(…)
Mit freundlichen Grüßen,
Noah Sow
Der braune mob e.V. – Schwarze Deutsche in Medien und Öffentlichkeit
———-
(Dokumentation: Tagesschau)
Sehr geehrter Herr xxx,
danke für Ihren Hinweis. Mir war nicht bewusst, dass auch der Begriff
“farbig” rassistisch ist. Es tut mir Lied, dass wir ihn in der Meldung
verwendet haben und werden in Zukunft darauf achten, korrekte
Formulierungen zu verwenden.
Mit freundlichen Grüßen,
xxxx
tagesschau.de
—–schnipp
Mediawatch Info “farbiger Junge” Meldung “Rechtsextreme schlagen
Jungen krankenhausreif”
> Sehr geehrte Damen und Herren
>
> unter der Meldung (Tagesschau.de vom 11.1.05) aus Sachsen-Anhalt
> “Rechtsextreme schlagen Jungen krankenhausreif” wird für die Bezeichnung
> des Opfers “farbiger Junge” gewählt.
>
> Bitte reichen Sie diese eMail an den zustaendigen Redakteur weiter. Ich
> moechte ihn hiermit als Beauftragter des Media-Watch-Vereins “Der Braune
> Mob e.V.” darauf hinweisen, dass es sich hier um einen rassistischen
> Euphemismus handelt, da der Zustand “farbig” gleichzusetzen ist mit “nicht
> weiss” (oder auch “nicht schwarz”) und so schon als Aussenseiter
> kennzeichnet. Das kann nicht der Stil einer seriösen Nachrichtenagentur
> sein. Der 60-er-Jahre Begriff “Farbiger” würde dem Kollegen in den
> diesbezüglich wesentlich erfahreneren USA u.U. den Job kosten. Ich
> empfehle als Infoseite www.derbraunemob.de den Punkt “Bin ich ein Rassist
> ?” durchzulesen. Er ist sehr informativ und richtet sich insbesondere an
> den Journalismus. Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit.
>
> Zum Thema Auszug aus dem FAQ der Media-Watch
> —-schnipp—
(…)
