Nicht wegen der Erwähnung, sondern wegen des Inhaltes:
Scharfsinniger Blog-Eintrag zum Sueddeutsche-Artikel’Rassismus in Ostdeutschland’ von andreasklein.wordpress.com
Die übliche Mischung aus nicht ausgelassenen Fettnäpfen, Bemuehtheit und gelaeufiger Bequemlichkeit heute in der Sueddeutschen:’Rassismus in Ostdeutschland’ ein Dauerbrenner zivilisierter Selbstzufriedenheit, der das fortwaehrende Aufflammen von Haeusern, die woechentlichen Brandanschlaege auf Haeuser nicht-genuegend-hiesiger ueberall in der Republik, die es nie ueber uebliche SZ-Panorama-Rubriken hinaus schaffen, auf hervorragende Weise vergessen macht. Die natuerlich in aller Ausfuehrlichkeit und unter nicht-Auslassung saemtlicher ‘N…’-Woerter, die die deutsche Sprache aufbietet, illustrierten Geschehnisse, die sich flugs und unbeholfen in biologistischen ‘dunkelhaeutigkeits’-Metaphern der Redaktion spiegeln oder rechtfertigen, zeichnen ein Panorama des Unheimlichen, des ‘anderen’ mitten in Deutschland, aber natuerlich NICHT in Bayern, auch nicht in Stuttgart oder Berlin, der Rassismus ist immer dort und grau und unverstaendlich zu beobachten wo der Mob nicht am Diskurshebel sitzt. Man fragt sich innerhalb dieser DDR-Linke/Rechte-fehlende Jugendarbeit-Perspektiven dann stets, ob es den armen Provinz-Ostdeutschen nicht einfach nur an finanziellen Mitteln und staatlichen Programmen und West-Lehrern fehlt, ihre rassistischen Maeuler mit Kuchen oder Spielkonsolen oder buergerlicher Wohlerzogenheit zu stopfen, denn all das war ja es ja, was in der DDR fraglos fehlte.
Der ganze (lesenswerte) Eintrag findet sich HIER

Das erschreckende an dem Artikel ist, dass er ja eigentlich gut GEMEINT ist, also gegen Rassismus eintritt und gleichzeitig keinen einzigen Fettnapf weissen deutschen Diskurses ueber Rassismus auslaesst, allein die Ueberschrift: ‘Pfarrer flieht vor dem Alltag’. Ich glaube das ist das verletzendste an Rassismus: die Einsicht, dass er im Unterbewussten der Menschen wurzelt, ich nehme mich da auch nicht aus, und dass es dieses Unterbewusste selbst bei gutem Willen in die Ueberschriften selbst bedeutender, international bekannter, deutscher Tageszeitungen schafft, das alles laesst sich im Grunde nur mit voelliger Blauaeugigkeit auf diesem Gebiet, mit vollstaendigen Leerstellen im Diskurs erklaeren.