Update vom 20.März:
Archiv aus US-amerikanischer Sicht:
“The Civil Rights Struggle, African American GIs, and Germany”
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Mitten im Black History Month 2011 erschien soeben im teNeues Verlag das Buch „Briefe bewegen die Welt, Band II – Liebe, Schicksal, Leidenschaft“ (herausgegeben von Hellmuth Karasek), in dem auch ein Brief Rosemarie Peñas an mich zu lesen ist.
In diesem Brief wird ein oft verdecktes Stück deutscher Nachkriegsgeschichte sichtbar.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg kamen in Deutschland viele Kinder zur Welt, die aus Beziehungen zwischen Schwarzen Soldaten der Alliierten und weißen deutschen Frauen stammten. Dass man diese Kinder nicht gerade willkommen hieß, lassen bereits die rassistischen Bezeichnungen der damaligen Zeit erahnen.
Deutschland und die USA berieten über Möglichkeiten, afrodeutsche Kinder in die Staaten auszusiedeln, damit amerikanische Paare sie adoptieren konnten.
Ihre Kinder zur Adoption freizugeben, wurde von deutscher Seite auch jenen Müttern nahe gelegt, die ihre Kinder selbst aufziehen wollten. Gerade „solche“ Kinder – so die scheinheilige Begründung – hätten es in den USA viel leichter, weil sie wegen der dortigen Bevölkerungsstruktur unter „ihresgleichen“ wären und besser integriert werden könnten. Die Wahrheit ist eine andere: Der Rassenwahn des Nationalsozialismus lag erst wenige Jahre zurück, und dem Adenauerstaat war an einer Auseinandersetzung darüber nicht gelegen. In einem Deutschland, das sich grundsätzlich als weiß verstand, passten Schwarze Babys nicht ins Bild.
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Eines dieser in die Vereinigten Staaten abgeschobenen Kinder war Rosemarie Peña, als Rosemarie Larey, 1956 in Deutschland geboren und als Wanda Lynn Haymon in die USA adoptiert. Erst 38 Jahre später erfuhr sie die Wahrheit und auch ihren Geburtsnamen. Sie gründete die Black German Cultural Society und nimmt sich seither mit Vorträgen und Veröffentlichungen der Aufgabe an, die Geschichte der schwarzen Kinder in Deutschland bekannt zu machen. Rosemarie Peñas Status ist noch immer “staatenlos”.
Rosemarie und ich hatten über das Internet lose Kontakt geknüpft und lernten uns im Jahr 2008 beim ISD-Bundestreffen endlich persönlich kennen. Es war Rosemaries erster Besuch in Deutschland seit ihrer frühen Kindheit.
Ich habe mich riesig gefreut, sie zu sehen und ihr eine CD mit afrodeutschen Interpretinnen gebrannt. Inzwischen sind wir Freundinnen geworden, und darüber bin ich sehr froh, denn Rose ist eine der großartigsten Personen, die ich kenne.
Kurz nach ihrer Rückkehr vom Bundestreffen in die USA hatte Rosemarie mir den im Buch abgebildeten Brief geschrieben.
Er erscheint darin mit einem Kommentar zur Geschichte und mit unseren Kurzbiografien.
Ich finde es gut, dass dieses so oft totgeschwiegene Kapitel deutscher Geschichte in diesem Buch eine neue Veröffentlichungsplattform bekommt – und natürlich bin ich auch stolz darauf, mit Rosemarie ein Kapitel zu teilen!
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Unterschiedliche Veranstaltungen bieten im Black History Month die Möglichkeit, an dem reichen Erbe und Schaffen Schwarzer Menschen in Deutschland teilzuhaben. Zum Beispiel:






[...] The post before this one is about a book release in German(y). The story is important to me though, so I’ll try to tell you the short version in English: [...]
[...] Das Team von Noah Sow moechte Euch auf ein neues Buch aufmerksam machen: In Hellmuth Karaseks (Hrsg) Buch “Briefe bewegen die Welt, Band II” macht ein Brief von Rosemarie Peña (Black German Cultural Society) an Noah Sow ein oft verdecktes Stück deutscher Nachkriegsgeschichte spür- und sichtbar: Kinder aus Beziehungen zwischen Schwarzen Soldaten der Alliierten und weißen deutschen Frauen wurden nach dem zweiten Weltkrieg unter anderem in die USA ausgesiedelt. In einem Deutschland, das sich grundsätzlich als weiß verstand, passten Schwarze Babys nicht ins Bild… Mehr [...]
[...] Deutschland und die USA berieten über Möglichkeiten, afrodeutsche Kinder in die Staaten auszusiedeln, damit amerikanische Paare sie adoptieren konnten. Ihre Kinder zur Adoption freizugeben, wurde von deutscher Seite auch jenen Müttern nahe gelegt, die ihre Kinder selbst aufziehen wollten. Gerade „solche“ Kinder – so die scheinheilige Begründung – hätten es in den USA viel leichter, weil sie wegen der dortigen Bevölkerungsstruktur unter „ihresgleichen“ wären und besser integriert werden könnten. Die Wahrheit ist eine andere: Der Rassenwahn des Nationalsozialismus lag erst wenige Jahre zurück, und dem Adenauerstaat war an einer Auseinandersetzung darüber nicht gelegen. In einem Deutschland, das sich grundsätzlich als weiß verstand, passten Schwarze Babys nicht ins Bild. MEHR…. [...]
[...] auch: “Geteilte Geschichte; systematische Ausbürgerung afrodeutscher Kinder nach dem zweiten We… We would therefore be more than pleased if you would consider joining us for this historic event [...]
[...] In Helmut Karaseks „Briefe bewegen die Welt“ verdeutlicht ein Brief Rosemarie Penas an Noah Sow das Schicksal der nach(!) dem zweiten Weltkrieg aus Deutschland abgeschobenen afrodeutschen Kinder: http://bit.ly/fSrjBf [...]
[...] (Blogeintrag zum Hintergrund: http://www.noahsow.de/blog/2011/02/16/geteilte-geschichte-noah-sow-und-rosemarie-pena-in-neuer-buchv…) [...]