4 Kommentare zu “Aus der Hinteren Reihe: Unterricht mit vertauschten Rollen und bizarren Vorkommnissen”

  1. Liebe Frau Sow,> > das alleine zeugt schon von Rassismus, wenn vermeintliche “Vorfahren” (in diesem Fall, deutsche Kolonialtruppen) in Schutz genommen werden müssen und historische Fakten als persönlicher Angriff> gedeutet werden, wie von dem Geschichtslehrer. Die Ignoranz und Arroganz der> Weissen Mehrheitsgesellschaft ist in meinen Augen zum Teil erschreckend. Ich> finde man rennt oft gegen Mauern, deshalb bewundere ich Sie umsomehr, dass> Sie ihr Ding durchziehen. RESPEKT!!> > Kanak Attak wurde in Köln zuletzt gar als rassistisch beschimpft, weil sie> den Film das weiße Ghetto mehreren Schulklassen aus einem marginaliserten> Quartier gezeigt hatten. Ein Lehrer fühlte sich derart angegriffen, dass er> mit hochrotem Kopf aus dem Saal stürzte. Wenn aber vermeintliche Ghettos> tagtäglich thematisert werden, weil damit gegen Migranten in vermeintlichen> Parallelgesellschaften und die angebliche Desintegration gehetzt werden kann,> empört sich (fast ) niemand. In diesem Sinne– the show must go on.

  2. via facebook:
    “Hey Noah, wirklich gut das du es aufgeschrieben hast! Ist “Anschaungsmaterial” für diverse Spielarten der Verleumdung und zeigt, im Falle dieses Lehrers, die nackte Angst vor Kontrollverlust und Demaskierung, finde ich. Fast Lehrbuchartig! Danke Noah!!!!”

  3. ..ueberfluessig zu erwaehnen, dass das vom Lehrer angefuehrte Argument, die Nicht-behandlung der Kolonialverbrechen ginge auf ‘Unterrichtskuerzungen’ zurueck, nicht nur dreist, weil ganz offenbar in dieser Allgemeinheit unzutreffend, sondern auch ueberaus beredt ist: Kollonialismus als peripheres Thema, das unter den ersten Themen ist, die angeblichen Unterrichtskuerzungen zum Opfer fallen. Aus meinen privaten Gespraechen mit Lehrern, inebsondere sog. ‘alt-68ern’ geht im uebrigen hervor, dass man in gewissen deutschen ‘linken’ Kreisen das Behandeln der ‘Kolonialgeschichte’ als Mittel persoenlicher Profilierung betrachtet, das muendet in die Feststellung, es gaebe an deutschen Schulen ‘kein Problem’ mit der ungenuegenden Repraesentanz der Kolonialverbrechen im Unterricht, weil man sie ja selbst regelmaessig im Unterricht vermittele. Der wirkliche Hintergrund fuer diese Profilierungsssucht wird einstweilen aber erst dann voellig klar, wenn im selben Atemzuge die ‘alt-linken’ Haltungen zu anderen geschichtlichen Themen praesentiert werden: hier ist ploetzlich Versailles ‘allein Schuld’ am Zweiten Weltkrieg, auch am Holocaust, ‘jedes andere Land haette ebenso gehandelt’, eine Feststellung, die man deutschen Schuelern im Unterricht offenbar parallel, gleichsam als ‘Korrelat’ zur Darstellung der Kolonialgeschichte, zu vermitteln imstande ist, in diesem Sinne ist das Bild von den ‘guten Deutschen’ dann wieder relativ stimmig.

  4. ..ueberfluessig zu erwaehnen, dass das vom Lehrer angefuehrte Argument, die Nicht-behandlung der Kolonialverbrechen ginge auf ‘Unterrichtskuerzungen’ zurueck, nicht nur dreist, weil ganz offenbar in dieser Allgemeinheit unzutreffend, sondern auch ueberaus beredt ist: Kollonialismus als peripheres Thema, das unter den ersten
    Themen ist, die angeblichen Unterrichtskuerzungen zum Opfer fallen. Aus meinen privaten Gespraechen mit Lehrern, inebsondere sog. ‘alt-68ern’ geht im uebrigen
    hervor, dass man in gewissen deutschen ‘linken’ Kreisen das Behandeln der ‘Kolonialgeschichte’ als Mittel persoenlicher Profilierung betrachtet, das muendet in die Feststellung, es gaebe an deutschen Schulen ‘kein Problem’ mit der ungenuegenden Repraesentanz der Kolonialverbrechen im Unterricht, weil man sie ja selbst regelmaessig im Unterricht vermittele. Der wirkliche Hintergrund fuer diese Profilierungsssucht wird einstweilen aber erst dann, zumindest in diesem Falle, voellig klar, wenn im selben Atemzuge die ‘alt-linken’ Haltungen zu anderen geschichtlichen Themen praesentiert werden: hier ist ploetzlich Versailles ‘allein Schuld’ am Zweiten Weltkrieg, auch am Holocaust, ‘jedes andere Land haette ebenso gehandelt’, eine Feststellung, die man deutschen Schuelern im Unterricht offenbar parallel, gleichsam als ‘Korrelat’ zur Darstellung der Kolonialgeschichte, zu vermitteln imstande ist, in diesem Sinne ist das Bild von den ‘guten Deutschen’ dann wieder relativ stimmig.

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