2 Kommentare zu “armes Deutschland in der U-Bahn”

  1. fraglich ist aber ob Du mit pelzmantel überhaupt in die bahn gekommen wärst…nicht das Du da schon herauskomplimentiert wärst..(hmm…schreibt man das so ??…jedenfalls ist das word so oldfashioned und mir fremd wie pelzmantel zu tragen …)
    beste grüsse und danke für den spass an Deiner Erzählung

  2. danke für diese zeilen, denn sie greifen eine tatsache oder auch situation auf, mit der man sich bzw. ich mich tagtäglich konfrontiert sehe. intoleranz, ignoranz, egoismus, mechanisches handeln und sabbeln ohne zu hinterfragen – schlichtweg ohne gehirn und dummdreist.
    klar ist, dass am ende wohl niemand davon frei ist – bestimmt war ich in der ein oder anderen situation auch schon mal richtig doof…

    da fällt mir ein beispiel ein:
    als radfahrer stehe ich oft an ampeln. es gibt ampeln mit gelben “knöpfen” und ampeln ohne. diese gelben dinger gibt es mit 2 funktionen – 1. um das fussgängersignal nach einem gewissen zeitraum auf grün zu setzen und 2. um für blinde menschen ein hörbares signal abzurufen.

    nun stand ich wie so oft mit meinem fahrrad an einer roten ampel. diese ampel hatte einen gelben knopf für die hörfunktion – nicht für das umschalten auf grün, denn das macht die ampel sowieso – auch wenn es an dieser ampel immer seeeehr laaaaaange dauert.
    an besagter ampel stand ein herr, der telefonierte und es obendrein auch noch eilig hatte. als es ihm nicht schnell genug ging, haute er mehrmals hektisch mit der flachen hand auf den gelben knopf – ohne sichtbares ergebnis, wen wundert’s….
    hin und wieder halte ich meinen mund, wenn ich so etwas “doofes” sehe. bringt ja eh nichts. diesmal sollte es jedoch anders sein. nachdem er den vorgang mit dem hektischen gelbknopfschlagen wiederholte sagte ich ihm, dass ihm das ganz sicher nicht helfen würde, weil dieser knopf für schwerhörige sei….. nachdem er trotzdem nochmal schlug, wiederholte ich meinen blödsinn….. für schwerhörige – ojeh.
    eine ampel später ging mir erst auf, was ich da gesagt hatte….

    fazit für mich: es gibt oft situationen, in denen ich mich über andere menschen echt nur wundern und manchmal sogar ärgern kann – aber am ende bin ich manchmal hier und da selbst jemand, über den man sich wundern kann. nobody is perfect, dennoch sollte man in manchen situationen seine mitmenschen einfach mal aufwecken aus ihrem trott oder ihrer engstirnigkeit. es lohnt sich.

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